Aldenhoven: Mahnmal im Römerpark voller jüdischer Symbole

Aldenhoven: Mahnmal im Römerpark voller jüdischer Symbole

Im Römerpark wird am Pfingstsonntag, 31. Mai, um 14 Uhr in einer offiziellen Feierstunde die Gedenkstätte für die jüdischen Mitbürger eingeweiht. Als Aldenhovener Mahnmal gegen Verfolgung und Krieg sowie für Frieden und Verständigung über alle Grenzen hinweg soll eine Stele auf runder Bodenplatte die zerbrochene jüdische Welt dokumentieren. Trauerbänder mit den Namen der ermordeten Aldenhovener Juden formieren sich zu einem Davidsstern.

Als Standort wurde für die Gedenkstätte ein Schnittpunkt des vergangenen jüdischen Lebens ausgewählt. Damit steht das Mahnmal in Sichtweite der ehemaligen jüdischen Fabrik Moritz Salomon, dem jüdischen Bethaus an der Alten Turmstrasse und dem jüdischen Friedhof an der Gerberstraße. Eine weitere Achse verläuft vom alten Güterzug-Haltepunkt der Fabrik zur ehemaligen Synagoge in Langweiler.

Das Mahnmal wurde vom Aldenhovener Künstler Karl Heinz Schumacher entworfen sowie von Steinmetz Stephan Prell und Baumeister Jos Suárez ausgeführt. Die Gedenkstätte ist auf Initiative der Geschichtswerkstatt, der ökumenischen Gemeinschaft von evangelischer und katholischer Kirche sowie der Gemeinde Aldenhoven entstanden.

Im Rahmen der Einweihungsfeier werden Bürgermeister Lothar Tertel mit der Begrüßung und Übergabe der Stele an die Öffentlichkeit und der Künstler Karl Heinz Schumacher zur Darstellung der Kunstsymbolik sprechen. Die Einweihung der Gedenkstätte vornehmen werden der Aachener Rabbiner Max Bohrer und der evangelische Pfarrer Charles Cervigne, zugleich im Namen der katholischen Gemeinde. Ein Grußwort wird auch Geschäftsführer Herbert Rubinstein vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein vortragen.

Als Gäste werden die Holocaust-Überlebende Mirjam Honig aus Eindhoven sowie weitere niederländische Freunde aus der Solidargemeinschaft der Kontaktbrücken erwartet.

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