Aldenhoven: Madonnenfigur wirkt als Omen

Aldenhoven: Madonnenfigur wirkt als Omen

Die Landschaft im Norden der Picardie, das Departement Somme, zu dem die Stadt Albert, die Partnerstadt Aldenhovens gehört, ist landschaftlich durchaus mit unserer Gegend vergleichbar. Fruchtbarer Ackerboden, auf dem Weizen und Zuckerrüben gedeihen, machen die Ecke zur „Kornkammer”.

Allerdings sind nicht alle Flächen so eben und von ihrer Größe her so leicht zu bewirtschaften wie bei uns.

Industrie ist hier kaum vertreten. Einzige Ausnahme bildet ein Werk, welches als Zulieferer für den Airbus Beluga 380 das Cockpit herstellt. Um diese großen Teile für die Endmontage nach Toulouse liefern zu können, ist vier Kilometer von der Stadt entfernt der „Albert-Picardie Airport” zunächst als Frachtflughafen angelegt worden. Kleinere Flugzeuge von hier ansässigen Motorsportfliegern dürfen hier ebenfalls starten und landen. Es besteht die Absicht, dass der Flugplatz in absehbarer Zeit erweitert und auch für den allgemeinen Flugverkehr freigegeben werden kann. Damit würde die nur knapp 10.500 Einwohner zählende Stadt noch mehr Bedeutung erlangen.

Eine Parallele zu Aldenhoven ist im kirchlichen Raum gegeben. Die neo-byzantinische Basilika Notre-Dame de Brebières ist ein im Norden Frankreichs bekannter Marienwallfahrtsort, der von Papst Leo XIII. als „Lourdes des Nordens” bezeichnet worden ist. Die Basilika wurde 1915 fast völlig zerstört. Die auf der Spitze des 75 Meter hohen Turmes befindliche vergoldete Madonna blieb in der Waagerechten hängen. Erst Mitte 1918 löste sich die Figur vom Turm und fiel herab. „Und der 1. Weltkrieg war kurze Zeit später beendet”, so der Volksmund.

Der Stadt gehört neben einem kürzlich erbauten Schülerhotel noch das „Chateau Bécourt”, einige Kilometer von der Stadt entfernt, welches als „gute Stube” der Stadt gilt und für Empfänge dient. In beiden Gebäuden waren jetzt die Musiker des Spielmannszuges Siersdorf untergebracht. Im Schloss fand auch der Empfang einer Aldenhovener Delegation durch Bürgermeister Stephane Demilly statt. Beim üblichen Austausch der Gastgeschenke wurden der Bürgermeister und der Präsident des Partnerschaftskomitees, Patrick Chauchefer, vom Vorsitzenden des Spielmannszuges, Karl-Heinz Gormann, zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Bürgermeister revanchierte sich bei Karl-Heinz Gormann mit der Ehrenmedaille der Stadt Albert.

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