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Jülich: Los Masis sammelt für Kinder-Projekt

Jülich : Los Masis sammelt für Kinder-Projekt

„Das ist kein Konzert, sondern eine Begegnung!” Roberto Sahonero Gutiérez, Leiter der sechs-köpfigen bolivianischen Musikgruppe „Los Masis” brachte das Anliegen auf den Punkt.

Trotz sprachlicher Barrieren gelang ihm mühelos die Verständigung mit seinem Publikum. „Wenn man fühlt, versteht man”.

In traditionellen bunten Trachten und mit Instrumenten des Andenhochlandes, der zehnsaitigen Charrango, Gitarren, Flöten und Trommel, begeisterten die bolivianischen Musiker wieder einmal die Jülicher Bevölkerung.

Zum ersten Mal hatte die katholische Musikgruppe mit Liedern in Spanisch und Ketchua, der Sprache der indianischen Landbevölkerung, die Abendmesse in der voll besetzten Propsteikirche mitgestaltet und ihrer Hoffnung auf weltweiten Frieden Ausdruck verliehen. Im anschließenden etwa einstündigen Konzert bot die Gruppe erneut eine Kostprobe der traditionellen andinen Musik, die die Musiker von „Großmutter übernommen und arrangiert haben”.

Zwischendurch sammelten sie für ihr „Centro Cultural Masis” (Kulturzentrum) in Sucre/Bolivien freiwillige Spenden. Das ganzheitliche Projekt mit Werkstätten und Arbeitsgruppen möchte bolivianischen Kindern eine Zukunft geben. Die Bewahrung der indianischen, dem Land verbundenen Kultur, wie der mestizischen, der Stadt eigenen, liegt ihnen am Herzen.

Ihre melodischen Lieder werden vom Klang der Pan-Flöten bestimmt, sind rhythmisch und temperamentvoll. „Los Masis” sangen von einer schönen bolivianischen Frau, von der Liebe, aber auch vom harten Kampf gegen die Ungerechtigkeit, der dennoch nötig ist, denn „Soy una vez en la vida” (Ich lebe nur einmal).

„Sind Sie schon müde, Sie sind so ernst?” fragte Roberto Sahonero zwischendurch und forderte das Publikum immer wieder zum Mitsingen und Mitklatschen auf. Gegen Ende des Konzerts standen die meisten Zuhörer, sangen und tanzten begeistert mit.