Linnich: Linnichs neue Mitte ist auf einem guten Weg

Linnich: Linnichs neue Mitte ist auf einem guten Weg

Die frohe Nachricht aus Düsseldorf hatte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker am Donnerstag um 14.57 Uhr erreicht, wie sie am Abend dem Stadtrat verkündete. Demnach hat das Land NRW 1,371 Millionen Euro an Städtebauförderungsmitteln für Maßnahmen der Stadt Linnich im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) bewilligt.

„Wir können uns jetzt auf den Weg machen und aktiv werden“, rief die Bürgermeisterin aus, die sichtlich frohlockte, dass die Stadt nach der langen Zeit des Planens, Überlegens und Entscheidens endlich an die Umsetzung gehen kann.

Diese Botschaft haben auch Michael Kirchner und Uli Hess positiv aufgenommen, die später kurz mit den Planungen für das vorgesehene Inklusionshotel und die Neuordnung der „Neuen Mitte Nord“/Place de Lesquin einen weiteren wesentlichen Linnicher Entwicklungsaspekt ansprachen.

Für die Erstellung einer Konzeptstudie zur Errichtung eines Inklusionshotels hatte der Stadtrat zunächst gut 22 000 Euro an zusätzlichen Haushaltsmitteln bewilligt, die der Firma Kirchner-Immobilien bereits vorab von der Stadtentwicklungsgesellschaft zur Verfügung gestellt worden waren.

„Der Hotelbedarf ist da“, stellte Michael Kirchner eine Grundaussage der Studie vor. Zudem habe sein Unternehmen alle Partner an Bord und „steht als Investor zur Verfügung“. Lange habe man sich nur mit dem Standort schwer getan, ehe durch die Pläne für den Bau einer Kultur- und Veranstaltungshalle „der Knoten durchschlagen wurde“, denn diese sei gleichzeitig die Gewähr dafür, dass der Place de Lesquin nachhaltig belebt werde.

Dazu sind zunächst Aufstellungsbeschlüsse in Sachen Bauleitplanung (Änderung Flächennutzungsplan, Aufstellung Bebauungsplan) notwendig, die Uli Hess kurz umriss. So folgte der Stadtrat der Empfehlung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, die weitere Planung auf Basis der Planvariante B zu konkretisieren, die Hess anhand von Bildern und Planzeichnungen skizzierte. Ziel ist es, die ungeordnete Situation in dem Bereich zu beenden und die Stärken des Standortes zu betonen. Neben der Realisierung des Inklusionshotels sowie der Kultur- und Veranstaltungshalle nebst ausreichend Stellplätzen muss auch noch das alljährliche Schützenfest unter den Planungshut gebracht werden.

Dass dies mit Variante B offenbar gelungen ist, bestätigte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker. Die hat die Planvariante bereits mit den Vereinigten Schützengesellschaften Linnich abgestimmt, die zwar wissen, dass es eine Veränderung geben wird, aber wohl keine Bedenken erheben.

„Das ist eine überzeugende Planung für den gesamten Bereich“. lobte SPD-Sprecher Hans-Friedrich Oetjen, während Achim Grün (CDU) den Lärmschutz berücksichtigt sehen will.