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Drei Künstler, drei Kulturen: Vertonte Gedichte in Linnich

Drei Künstler, drei Kulturen : Vertonte Gedichte in Linnich

Unter dem Titel „Spuren nach Iran – Feuer fragt nicht – Literatur und Musik“ treten drei geflüchtete Künstler in der evangelischen Kirche Linnich auf.

Die Künstler Mitra Gaast, Sanaz Zaresani und Benjamin Stein treten am Freitag, 5. August, ab 18 Uhr mit einem Konzert in der evangelischen Kirche in Linnich, Altermarkt 8, auf. Der Titel des Abends: „Spuren nach Iran – Feuer fragt nicht – Literatur und Musik“.

Präsentiert wird der Abend von „Kultur ohne Grenzen“. Der Jülicher Verein vermittelt seit 1999 kostenfrei geflüchtete Künstlerinnen und Künstler und organisiert Konzerte.

Mitra Gaast wurde in Teheran geboren und emigrierte mit siebzehn Jahren in die Bundesrepublik. Sie entwickelte sich zu einer wichtigen Stimme der iranischen Exilliteratur. In ihrem Roman „Denn du wirst dich erinnern. Rückkehr nach Teheran“ beschreibt sie die Reise einer Klavierlehrerin von Berlin in ihr Heimatland Iran, das sie Jahrzehnte nicht mehr besucht hat.

Das Duo Sanaz Zaresani und Benjamin Stein schafft mit vertonten Gedichten einen stimmungsvollen Rahmen für die Lesung. Die aserbaidschanisch-iranische Sängerin und Dichterin Sanaz Zaresani gibt mit ihren geistreichen, emotionsgeladenen sowie bissigen Texten einen tiefen Einblick in ihr Innerstes. Ihre eindringliche Stimme fesselt das Publikum sowohl beim Singen als auch beim Lesen.

Benjamin Stein ist Multiinstrumentalist und Komponist. Seine Sprache sind die Melodien, die er seinen zahlreichen Saiteninstrumenten entlockt. Die traditionellen Instrumente wie Oud, Santur, Tar, Gitarre und Bağlama bergen einen reichen, farbenfrohen musikalischen Schatz in sich, dem er in ausgefeilten Arrangements und Eigenkompositionen Ausdruck verleiht.

Der Eintritt ist frei. Die Künstler freuen sich aber über eine Spende.

(red)