Linnicher Stadtrat: Zwei Straßen werden früher aufgewertet

Linnicher Stadtrat : Zwei Straßen werden früher aufgewertet

Der Linnnicher Stadtrat hat zurzeit seinen „Kollegen“ im Kreis Düren eines voraus: die Frequenz. Den Januar als Einschleichmonat mal ausgenommen, tagt das Kommunalparlament in der kleinen Rurstadt derzeit im Zwei-Wochen-Rhythmus.

Das liegt nicht unbedingt darin begründet, dass es eine große Vielzahl an Entscheidungen zu treffen gäbe. Vielmehr duldet manche keinen Aufschub, vor allem, wenn Termine einzuhalten sind.

So hatte der Rat in der letzten Februarwoche rechtzeitig vor Ablauf der Frist über zwei Projekte im Rahmen des Programms “Soziale Integration im Quartier” abgestimmt. Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker teilte der Ratsmannschaft in der jüngsten Sitzung am Donnerstag mit, dass beide Anträge – Verbindungstrakt der Gesamtschule und Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz Bendenweg – fristgerecht eingereicht worden sind.

Die schnelle Abfolge von Sitzungen hat allerdings auch einen Haken: Es passiert nicht viel Neues in der Zwischenzeit. So fiel der Sachstandsbericht zum Integrierten Handlungskonzept (IHK) und zum Fortschritt beim Bau der Kultur- und Begegnungsstätte auf dem Place de Lesquin etwas dünn aus. Das zumal, da über Karneval der Baubetrieb auf der Rurstraße ruhte. Unmittelbar nach den tollen Tagen nimmt der Betrieb wieder Fahrt auf. „Im zweiten Bauabschnitt beginnen die Pflasterarbeiten”, wusste die Bürgermeisterin zu berichten. Zudem haben die Versorgungsunternehmen die geplanten Suchschachtungen mit der Verwaltung abgesprochen.

Im Vorgriff auf IHK-Baumaßnahmen in 2020 nahm der Stadtrat einstimmig ein Stück Straße unter den “Hammer”. Es geht um die Kirschstraße, das Stück im Linnicher „Kreisel” zwischen Brachelener Straße und Mahrstraße. Die „Aufwertung der Kirschstraße” wird nun in das Projektjahr 2020 vorgezogen. Der Grund: Im kommenden Jahr soll die Brachelener Straße (K14) mit punktuellen Maßnahmen aufgewertet werden.

Da auch ein Teil der Kirschstraße, der zur K14 gehört, davon betroffen ist, macht es nicht nur Sinn, ein Gesamtpaket zu schnüren. Im Gegenteil, es ist sogar notwendig, um nicht die Förderung dieser Maßnahme aufs Spiel zu setzen. Sollten die Arbeiten beginnen ohne vorausgegangenen Bescheid, könnte das als „vorgezogener Maßnahmenbeginnn” gewertet werden, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt – und der Fördertopf bleibt zu.

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