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Hochwasserschaden: Linnicher müssen noch länger auf Rurbrücke warten

Hochwasserschaden : Linnicher müssen noch länger auf Rurbrücke warten

Die Fertigstellung der Behelfsbrücke über die Rur in Linnich verzögert sich. Verantwortlich ist laut der Projektleitung die Baufirma.

Das war wahrlich keine frohe Botschaft, die Achim Reichard von Planungs- und Steuerungsbüro Schmitz Reichard GmbH aus Aachen dem Linnicher Bau- und Liegenschaftsausschuss verkündete. „Wir haben Verzug von ungefähr drei Monaten bei der Fertigstellung der Behelfsbrücke über die Rur.“

Der Termin Ende Januar/Anfang Februar 2023, der noch im September als Ende der Kluft zwischen Kernstadt und den Einkaufszentren jenseits der Rur an die Wand gemalt wurde, ist Makulatur. Neues Zieldatum: Nächstes Jahr Ostern. Reichard wurde deutlich, wer für diese neuerliche Terminverschiebung verantwortlich ist. „Die Ursache ist ganz einfach: Das ist die beauftragte Baufirma, die uns hat hängen lassen und jetzt mit dem vorgelegten Bauzeitenplan noch eine längere Bauzeit anmeldet, als das ursprünglich vereinbart war.“

Näher wollte der Projektsteuerer zumindest in der Öffentlichkeit nicht auf die Hintergründe eingehen. Erst seit Montag dieser Woche sei die Firma wieder tätig, und zwar mit einem guten Tempo. „Es ist aber zu befürchten, dass die Arbeiten jetzt auch nach Errichtung der Rampe, für die 30 Tage angesetzt sind, wieder ruhen werden.“ Mit den Spezialtiefbauarbeiten werde erst im nächsten Jahr begonnen. Ostern fällt im kommenden Jahr in den April.

Der jetzt prophezeite Brückenschlag rückt zumindest nach dem aktualisierten Bauzeitenplan immer näher an den zweiten Jahrestag des Hochwassers, das am 14. Juli 2021 Linnichs wichtigste Brücken über die Rur, die Heinrich-Weitz-Brücke in der Kernstadt und die Brücke bei Körrenzig, außer Gefecht setzte.

(ojo)