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Die guten alten Zeiten: Linnich sammelt Geschichten zum Andreasmarkt

Die guten alten Zeiten : Linnich sammelt Geschichten zum Andreasmarkt

Am Montag nach dem ersten Advent, in diesem Jahr also am 28. November, findet traditionell der Andreasmarkt statt. Die Stadt Linnich möchte nun aus Erinnerungen, Anekdoten und Geschichten eine Ausstellung machen.

Morgens um 5 Uhr geht‘s los: Stimmen schwirren durch die Straßen, das Geklapper von Holz und Metall ist überall zu hören, Düfte steigen in die Nase – angenehme und weniger angenehme –, Lichter und Lampen funkeln an den Ständen, die Händler breiten ihre Waren aus. „Andreasmarkt – endlich wieder“, schießt es vielen Bürgerinnen und Bürgern von Linnich durch den Kopf.

Viele von ihnen kennen wohl dieses Gefühl, wenn dieser besondere Tag näher rückt, der neben der Bronk, fest im Herzen der Stadt verankert ist: der altehrwürdige Bauernmarkt, der seit 451 Jahren immer am Montag nach dem ersten Advent in den Straßen und Gassen von Linnich stattfindet.

Schon als Kind gab es nichts Schöneres: die Schulkinder hatten frei, man ströfte mit seinen Freunden durch die Straßen und versteckte sich zwischen den Marktständen. Insgeheim hoffte man, dass Papa endlich ein Pony auf dem Pferdemarkt kauft. Alte Freunde, die sich das ganze Jahr nicht gesehen hatten, trafen sich zu ein paar Bierchen. Trecker, Vieh und Miederwaren wurden verkauft, die Bauern aus der Region tauschten Neuigkeiten aus oder sprachen über alte Zeiten, die Lokale waren ebenso gefüllt wie die Gäste am Tresen, Hausfrauen deckten sich mit allem Notwendigen ein und erstanden das ein oder andere Unikat, welches nur auf dem Andreasmarkt zu finden war.

Persönliche Erinnerungen, Geschichten, Anekdoten wie diese möchte die Stadt Linnich nun sammeln und verlost unter den Einsendungen zwei Eintrittskarten für die Veranstaltung mit Jürgen B. Hausmann am 21. Oktober in der Kultur- und Begegnungsstätte. Egal ob Kindheitserinnerung, lustige Anekdote oder rührende Geschichte. Egal ob als Gedicht, als Sachtext oder Sprachaufzeichnung. Gefragt sind individuelle „Geschichte vom Andreasmarkt“.

Beiträge können bis Samstag, 15. Oktober, an die Stadt geschickt werden. Patricia Eschweiler nimmt die Einsendungen im Rathaus, Rurdorfer Str. 64, per E-Mail (peschweiler@linnich.de) oder über den Facebook-Account der Stadt entgegen. Aus den eingesandten Texten und Bildern soll eine Ausstellung entstehen, die dann zum Andreasmarkt am 28. November in den Schaufenstern der Stadt zu besichtigen ist. So sollen die alten Zeiten des Andreasmarktes noch einmal lebendig gemacht werden.

(red)