Hastenraths Will "eröffnet" Linnichs Kultur- und Begegnungsstätte

Offizielle Eröffnung : Die Welt trifft schon bald auf das Dorf

Noch eine kleine Weile, dann hat auch Linnich (wieder), was jedes der zwölf Dörfer im Stadtgebiet hat: eine Veranstaltungsstätte. Am 9. November endet die Zeit ohne Stadthalle, die Zeit der Ersatzlösung Zelt.

Am zweiten November-Wochenende wird nach nicht einmal anderthalbjähriger Bauzeit die Integrative Kultur- und Begegnungsstätte auf dem Place de Lesquin ihrer Bestimmung übergeben.

Wie besser als mit einem Programm von früh bis spät könnte man diesen besonderen Anlass würdig begehen? Schon am Vormittag wird eine geladene Gästeschar die große vierfach unterteilbare Halle füllen, musikalisch empfangen von der Band „Workshop“ der Lebenshilfe Heinsberg. Auf der Bühne wird angeführt von Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD) eine Reihe von Dankenden, Ausführenden, Unterstützern und Geldgebern ans Mikrofon treten. Ihre Belastungsprobe absolviert die 73 Quadratmeter große Bühne bei dem folgenden Programm, zu dem neben der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich, dem Grundschulverbund Linnich, Chöre, Vereinigte Schützen und dem Allgemeinen Karnevalsverein AKV auch der Arbeitskreis Asyl seinen Beitrag leistet.

„Das erste Highlight in der Kultur- und Begegnungsstätte wird am Abend ein außergewöhnliches Comedyprogramm“, freut sich die Bürgermeisterin auf eine lokale Größe. Hastenraths Will, Landwirt und rühriger Ortsvorsteher aus dem Selfkant, wird zwei Stunden die These untermauern: „Die Welt ist ein Dorf“. Mit seinem gereiften Blick für große Zusammenhänge bricht der Provinzpatriarch Aspekte der Globalisierung auf die lokale Ebene herunter. Und dabei wird Hastenraths Will auch den Ort des Geschehens in den Blick nehmen. „Hier haben wir ein lebendes Objekt, an dem wir arbeiten können“, verspricht Hastenraths Wills alter ego Christian Macharski augenzwinkernd dem Publikum eine gehörige Portion Linnicher Lokalkolorit.

Obwohl der gebürtige Wegberger bereits seit anderthalb Jahren mit seinem Welt-Dorf-Programm durch die Lande tourt, räumt er seinem Auftritt in Linnich einen besonderen Stellenwert ein. „Das wird hier etwas persönlicher sein“, sagt Macharski und fügt hinzu: „Es macht mich stolz, dass ich hier den Auftakt gestalten darf.“

Dabei ist er nicht zum ersten Mal in Linnich. Mit seinem Partner Marc Breuer im Comedyduo „Rurtaltrio“ brachte er schon in der einstigen Linnicher Stadthalle das Publikum zum Lachen.

„‚Die Welt ist ein Dorf’ passt ganz gut zum Thema Integrative Begegnungsstätte“, schlägt Marion Schunck-Zenker einen Bogen von der Comedy-Bühne zur gesellschaftlichen Funktion, die der über drei Millionen Euro teure Bau für Linnich und seine Ortschaften übernehmen soll. Diese Erwartung lässt sich gut an. Bereits jetzt liegen der Verwaltung schon Buchungsanfragen bis in Jahr 2021 vor.

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