Bikergottesdienst der Evangelischen Gemeinde Linnich

Start in die Motorradsaison : Emotionale Momente beim Bikergottesdienst

Die Evangelische Kirchengemeinde Linnich hat einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel abgehalten. „Es ist etwas übersichtlicher als vergangenes Jahr. Es ist kalt“, sagte Pfarrerin Wiebke Harbeck. Ganze fünf Grad zählt das Thermometer zu diesem Zeitpunkt.

Nichtsdestotrotz war der Gottesdienst, der als Startpunkt in die Motorradsaison gedacht ist, teils hochemotional. So auch beispielsweise als Charlie Cervigne, seines Zeichens Pfarrer in Aldenhoven, seine Predigt hielt. Diese handelte vor allem von Gefahren für Motorradfahrer im Straßenverkehr.

Selbst Biker, trug er hierbei die Ledertracht unter seiner religiösen Uniform. „Wir müssen nichts mehr beweisen, wir haben über 30 Jahre auf der Piste überlebt“, sagte er und richtete später seine bitte an Gott: „Wir bitten dich, dass du uns in der Verantwortung belässt und uns an die Menschen denken lässt, die Zuhause auf uns warten.“ Als Cervigne eine Geschichte über einen sehr kranken und mittlerweile verstorbenen Motorradfahrer erzählte, mit dessen Urne er noch eine Runde gedreht habe, weil dieser zu Lebzeiten mit seinem Gefährt in den Himmel fahren wollte, wischte sich einer der Biker mit einem Taschentuch die Tränen weg.

Musikalisch geprägt wurde die Veranstaltung von dem „Regionalen Posauenchor“, der unter anderem den Gesang zu „Halleluja“ begleitete. „Die Messe ist immer sehr schön. Ich komme schon seit über zehn Jahren“, sagte Rolf Kox, der an der Messe teilnahm.

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