Linnich: Linnich rüttelt an der freien Abfuhrpraxis

Linnich: Linnich rüttelt an der freien Abfuhrpraxis

Wie viele kostenlose Sperrmüllabfuhren sollen‘s denn sein? An dieser Frage hangelt sich eine angeregte Diskussion in Linnich Richtung Entscheidung. Ausgelöst wurde die im Ergebnis offene Debatte im zuständigen Werksausschuss von einem Vorschlag der Verwaltung.

Demnach sollen künftig nur noch zwei Sperrmüllabfuhren pro Jahr und Haushalt kostenlos sein. Jede weitere darüber hinaus würde direkt von der RegioEntsorgung abgerechnet werden. In vergleichbaren Fällen kostet eine zusätzliche Sperrmüllabfuhr 20 Euro.

Soweit ist Linnich aber noch nicht. Noch sträubt sich die Politik, so radikal von der bisherigen Praxis der unbegrenzt kostenfreien Sperrgutabfuhr abzurücken. Jürgen Schütz (CDU): „Wir sollten alles so lassen, wie es ist.“ Kompromissbereit zeigte sich Mark Dremel (PKL). „Die Mehrheit hat drei Abfuhren.

Da wären doch drei freie Abfuhren in Ordnung.“ Ob zwei oder drei, darüber ließe sich reden, meinte Beigeordneter Hans-Josef Corsten. Er habe mit der Begrenzung einfach nur Missbrauch zu Lasten der Allgemeinheit unterbinden wollen. Einige wenige nutzen die kostenlose Abfuhr, wie er fand, über die Gebühr aus. Spitzenreiter ist ein Haushalt mit 18 Sperrgutabfuhr im Jahr. Natürlich spart die Stadt auch Geld ein. Bei zwei freien Sperrgutabfuhren wären es, so Corsten, 10.000 Euro pro Jahr.

Der Werksausschuss sah da noch Klärungsbedarf. Corsten wird vor einer Entscheidung bei der RegioEntsorgung abfragen, wie die Praxis ist bei anderen Kommunen mit wenigen freien Sperrgutabfuhren.

(ojo)
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