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Start-Up aus den USA: Liegt Malta bald im Brainergy-Park?

Start-Up aus den USA : Liegt Malta bald im Brainergy-Park?

„Jetzt wird es erst richtig spannend“, sagt Frank Drewes als Geschäftsführer des Brainergy-Parks. Während die Mitarbeiter des Brainergy-Strukturteams ihre Koffer packen, um aus dem Jülicher Rathaus auf die Fläche des interkommunalen Gewerbegebiets zu ziehen, finden im Hintergrund diverse Gespräche statt.

Das Team des Vorzeigeprojekts für erneuerbare Energien verstärkt sich nicht nur um fünf weitere Fachkräfte, sondern es ist im Austausch mit mehreren Big-Playern, die überlegen, mit ihren Projekten nach Jülich zu kommen.

Einer dieser Interessenten ist das Start-Up Unternehmen Malta, das in der Szene inzwischen aufgrund seines innovativen Ansatzes der Energiespeicherung große Beachtung findet. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort waren die Malta-Akteure bereits vor rund 18 Monaten auf ihrer Tour von Österreich nach Skandinavien in der Herzogstadt zu Besuch. Seitdem, so sagt Drewes, befinde man sich im regen Austausch. Malta gehört zu einem der jüngsten geförderten Unternehmen aus der Ideenschmiede von „Alphabet Inc.“, der Konzernmutter von Google. Malta arbeitet daran, eine Batterie für das Stromnetz zu schaffen, in der erneuerbare Energien, etwa aus Sonne oder Wind, gespeichert werden können. „Malta könnte hier im Brainergy-Park ein Vorzeigeprojekt sein, um auch andere Akteure zu motivieren, zu uns zu kommen“, erklärt Drewes.

Aber auch deutsche Firmen finden im Brainergy-Park eine neue Heimat. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat bereits vor einiger Zeit zugesagt, im Rahmen der „Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastruktur und Geothermie IEG“ Räumlichkeiten zur Sektorkopplung in Jülich zu bauen. Am Open District Hub Research Center in Jülich sollen digitale Lösungen für eine Kopplung von Strom, Wärme und Verkehr entwickelt werden.

Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR), bislang im Technologiezentrum zu Hause, wird ebenfalls in den Brainergy-Park ziehen. Erst kürzlich hat der Aufsichtsrat der ZRR eine Liste mit 83 Projekten an die Landesregierung übergeben, die innerhalb der Region vom Bund mit insgesamt 15 Milliarden Euro gefördert werden könnten. „Natürlich klingt das jetzt alles nach großen Protagonisten, die sich bei uns im Gewerbepark ansiedeln. Wir wünschen uns aber auch, dass sich kleine Handwerksbetriebe oder Firmen zu uns trauen“, betont Drewes.