Mersch/Pattern: Liebevolles Konzert der Generationen

Mersch/Pattern : Liebevolles Konzert der Generationen

„Konzert der Generationen” hätte man das gelungene Weihnachtskonzert nennen können, das der Kirchenchor St. Agatha Mersch/Pattern in seiner Pfarrkirche ausgerichtet hatte.

Die kleinsten Konzertteilnehmer waren Kindergartenkinder aus dem „Spatzennest”, die unter Leitung von Silke Dorn mit viel Freude „Millionen Lichter” und „Meine kleine Kerze” sangen - und reichlich Applaus und Komplimente ernteten.

Der strahlend frische Jugendchor „Soluna” aus St. Franz Sales, begleitet von Leiterin Petra Dören-Delahaye am Keyboard, zeigte sich in seiner Liedreihe zunächst besinnlich und wünschte in gewohnt reinem Klang: „Weihnachtliche Botschaft, mach´ uns stille”, um dann im letzten englischsprachigen Weihnachtslied „Merry Christmas” wieder zum beliebten Schwung und Rhythmus zu finden. Begeistert klatschten die zahlreichen Zuhörer mit.

Viele junge und hohe Stimmen verleihen auch dem gastgebenden Kirchenchor St. Agatha Vitalität. Zudem gefiel die Auswahl der Stücke in großer Bandbreite und sehr kompakter Form. „Wächter, wie weit ist es in der Nacht”, wurde zum Beispiel von zwei Sopranistinnen eingeleitet, die singend durch das Mittelschiff der Kirche zum Chorraum schritten.

Zum viel beklatschten Repertoire zählten auch das bekannte amerikanische Weihnachtslied „Drummer Boy” und eine neapolitanische Variante zum Fest. Eine Abordnung des Chors brachte zudem eine englischsprachige Liedreihe zu Gehör, in der die „Silent Night” oder das „Glorious Kingdom” vorzüglich interpretiert wurden.

Erstklassiger Pianist

Elmar Sauer, seit zwei Jahren Dirigent des Kirchenchors, ergänzte das gesangliche Repertoire durch ein Solo der „Pastorale F-dur” von Bach. Den ersten Satz spielte der erstklassige Pianist auf der restaurierungsbedürftigen Orgel, für die der Konzerterlös Verwendung finden soll; der zweite Satz erklang hingegen in seiner ganzen Schönheit auf dem Klavier im Chorraum der Kirche. Der Männergesangverein (MGV) Lätitia Hasselweiler hatte sich, dirigiert und am Klavier begleitet von Karl-Hans Crützen, in seiner wohlklingenden Liedreihe dem Thema Glocke verschrieben.

Ganz klassisch startete er mit „Süßer die Glocken nie klingen”. Eine stimmliche Glockenimitation steigerte sich in dem Stück „Wenn ich ein Glöcklein wär´” kontinuierlich zum vielstimmigen Glockengeläut, um über die „Weihnachtsglocken” der stillen Nacht in die russische Volksweise „Einsames Glöcklein” zu münden. Die Lesung eines Gedichts und einer Geschichte, die beide mit der Handlung um einen Engel die Herzen rührten, rundeten das erstklassige und liebevoll vorbereitete Konzert ab.

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