Lich-Steinstraß: Lich-Steinstraß klettert auf den zweiten Platz

Lich-Steinstraß: Lich-Steinstraß klettert auf den zweiten Platz

So langsam nimmt der Germanen-Express wieder Fahrt auf. Beim SV Weiden gewann Fußballbezirksligist Lich-Steinstraß 3:1 und kletterte damit auf den zweiten Tabellenplatz. Doch so ganz einfach war das nicht.

„Die Punkte sind Pflicht“, hatte der Trainer vorher gefordert. Angesichts des Tabellenstands der Gastgeber sicher berechtigt. Doch die wehrten sich nach Kräften. „Wir hatten die Partie erst nach 20 Minuten einigermaßen unter Kontrolle“, zog Jasko Coralic Bilanz. Er und seine Spieler brauchten jedoch noch einmal die gleiche Zeit, bis Zählbares heraussprang.

Dann allerdings nutzte Lich-Steinstraß eine kurze Phase der Unachtsamkeit bei den Gastgebern. Zwei Eckstöße hintereinander: Den ersten konnten die Weidener noch mühsam auf der Linie abwehren, den zweiten bekamen sie nicht aus der Gefahrenzone, so dass Markus Neuber aus kurzer Distanz erfolgreich war (44.). Und nur eine Minute später bediente Tobias Reimer steil Thomas Mudrack, der am zweiten Pfosten den Kopf Felix Keppel erreichte.

Ein 2:0 zur Pause schien die Entscheidung. Zumal Lich-Steinstraß auch nach dem Wiederanpfiff da weitermachte, wo man vorher aufgehört hatte. Doch der SV Weiden bewies Steherqualitäten, denn in der 57. Minute spielte die Mannschaft einen sehenswerten Konter, den Burkhard Derus erfolgreich abschloss.

Die restliche halbe Stunde musste Germania Lich-Steinstraß zittern. „Wir hatten den Faden verloren“, gab der Trainer zu, der allerdings auch klarstellte: „Der Gegner hatte keine riesigen Chancen, nur unsere eigene Verwertung war schlecht.“

Bezeichnend für Lich-Steinstraß war jedoch, dass in dieser Saison die Mannschaft kurz vor Schluss den Sack noch zumachte. Wieder war es Keppel, der mit seiner Übersicht die Nerven behielt und mit dem Schlusspfiff zum 3:1 vollendete.

Und Trainer Coralic war hinterher auch voll des Lobes. „Wir haben ein wichtiges Spiel gewonnen. Vor allem aber haben die Spieler genau das angenommen, was ich gesagt hatte. Damit tanken wir Selbstvertrauen und schaffen Kontinuität.“ Ein Aufstiegsplatz war das Ergebnis.

(tm)