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Jülich: „Leben” allein genügt nicht

Jülich : „Leben” allein genügt nicht

Schirmherrin von „startsocial” ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei ihr im Bundeskanzleramt werden am 29. September 25 „startsocial”-Stipendiaten empfangen, die im Rahmen eines Bundeswettbewerbs nach Berlin eingeladen sind. Eine von ihnen ist Petra Steinbusch aus Jülich.

Rund 300 Projekte waren es, die sich am Wettbewerb beteiligten. Aus allen Teilen Deutschlands wurden sie eingereicht. Sie befassen sich mit sehr vielfältigen Problemstellungen - von Familien-und Jugendthemen über die Förderung der Integration behinderter, älterer und ausländischer Mitbürger bis hin zu Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit und Programmen zur Gewaltprävention.

Aus Jülich kommt ein Projekt, das 300 Experten der Jury aus Wirtschaft und sozialen Organisationen eingehend prüften und in den Kriterien Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Effizienz und Übertragbarkeit durchweg mit der Note sehr gut bewerteten.

„Als ich den entsprechenden Bescheid in Händen hielt, kannte meine Freude keine Grenzen.” Still und bescheiden ist sie, die Mutter einer 15-jährigen Tochter mit Down-Syndrom. Petra Steinbusch kennt aus dem Alltag viele Probleme mit Behinderten, sie ergriff die Initiative und gründete vor gut einem Jahr den Verein „Aktion Lebensfreude”. Ziel ist es, Behinderte besser in das gesellschaftliche Leben zu integrieren.

„Leben allein genügt nicht, sagt der Schmetterling; Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben”, steht in großen Buchstaben auf dem Vereinsflyer. Der Spruch des Dichters und Schriftstellers Hans Christian Andersen ist sehr bewusst gewählt. „Wir versuchen zum Beispiel, Behinderte und Nichtbehinderte in Kontakt zu bringen, vermitteln Ratsuchende an geeignete Experten, informieren über behindertengerechte Freizeitangebote.”

Die 43-jährige Petra Steinbusch sprüht vor Einfällen und Ideen. Sie schaffte es in kürzester Zeit, Gleichgesinnte zu finden und die Vereinsgründung anzugehen. Integration ist für die „Aktion Lebensfreude” alles. „Denn nur eine Einbeziehung, Würdigung und Wertschätzung von Anderssein macht das Leben in unserer Gesellschaft lebenswert und menschlich.”