Lich-Steinstraß: Landesliga: Lich-Steinstraß kommt langsam in Schwung

Lich-Steinstraß: Landesliga: Lich-Steinstraß kommt langsam in Schwung

Der Landesligist Germania Lich-Steinstraß nimmt langsam Fahrt auf in der Meisterschaftssaison. Vor eigenem Publikum bezwang die Elf verdient den Gast von Hilal-Maroc Bergheim mit 3:2. Ein Sieg, der vor allem durch eine kämpferische halbe Stunde in der zweiten Halbzeit zustande kam.

Wieder musste die Germania einem Rückstand hinterher laufen. Zweimal brachte der gefährlichste Bergheimer, Lehojui Kamara, seine Mannschaft in Führung (35., 58.). Und zweimal gelang den Gastgebern der Ausgleich. Ständig angetrieben vom Trainer steigerte die Germania ihre kämpferische Einstellung.

Beim ersten Mal zeigte Thomas Mudrack das Durchsetzungsvermögen, das einen erfolgreichen Stürmer auszeichnet. Im Gegenspiel mit einem Verteidiger „wühlte“ sich der Torschütze durch und behielt dann auch noch die Nerven gegen den Bergheimer Torhüter Michael Wirtz (48.). Beim zweiten Mal traf Seyit Ceylan, die zentrale Figur in der Abwehr, der inzwischen mit der Übersicht eines Daniel Schmitz agierte (78.).

Bemerkenswert war aber vor allem, dass die Mannschaft nach dem Rückstand sich richtig „reinhängte“. Die Gäste wähnten sich in dieser Phase ein klein wenig zu sicher. Genau das nutzte Lich-Steinstraß aus. Beim dritten Treffer hatte Visar Behrami mit seinem Schuss unter die Querlatte genau das Glück, das man in so einem Spiel braucht. Abgesehen davon drückte ein weiterer Germane n-Spieler den Ball zur Vorsicht noch einmal mit dem Kopf über die Linie.

Kämpferisch

Bis dahin hatte Behrami engagiert gespielt, manchmal aber die Übersicht vermissen lassen und ein wenig zu eigensinnig den Abschluss gesucht. „Wir haben gekämpft“, beschrieb Trainer Coralic seine gesamte Elf. Die erste Hälfte hatte ihm spielerisch besser gefallen. In Durchgang zwei weckte der clevere Coach vor allem mit seinem Engagement von der Seitenlinie die Emotionen unter seinen Akteure, die zu der Steigerung führten.

Denn natürlich versuchte Bergheim in den letzten vier Minuten und der Nachspielzeit alles, das Ergebnis noch zu korrigieren. Den Sturmlauf überstanden die Gastgeber, zum Teil auch glücklich. Als Björn Schneider einen Schuss aus kurzer Distanz auf der Torlinie klärte, ging schon ein Torschrei der Bergheimer durchs Stadion. „Ich wusste immer schon, ich muss ins Tor“, grinste der Retter hinterher.

Mit dem Sieg rückte Lich-Steinstraß in die Tabellenmitte und kann nun ein wenig entspannter in die kommenden Spiele gehen.

(tm)