Aldenhoven: Kunst aus Aldenhoven im Ludwig-Gall-Haus

Aldenhoven: Kunst aus Aldenhoven im Ludwig-Gall-Haus

Ein solches Interesse an der Kunstausstellung war selbst für den Aldenhovener Bürgermeister überraschend groß. Ralf Claßen hatte die erste gemeinsame Kunstausstellung von in der Gemeinde lebenden Künstlern inszeniert mit dem Ziel, „Kunst und Künstler in Aldenhoven wieder in das Bewusstsein zu rücken“.

Für den Bürgermeister ist es ein „Baustein unserer langfristig angelegten Initiative, auch in Aldenhoven wieder Kunst und Kultur neben den traditionellen Veranstaltungen zu platzieren“, so seine Ausführungen in der Begrüßungsansprache am vergangenen Samstag im „Ludwig-Gall-Haus“.

Man hatte bewusst diesen traditionellen Ort „mit historischem Wert“ für die Ausstellung gewählt. Seinen Wandel von der Peter-Pauls-Kapelle um 1430 über ein französisches Militärlazarett (1793), das preußische Schöffengericht (ab 1816), den Sitz des Bürgermeisteramtes und der Amtsverwaltung (bis 1961) bis zur Namensgebung im Jahre 1984 stellte Claßen voran.

Vom Hobbykünstler bis hin zu überregional und international bekannten Künstlern ist in Aldenhoven ein breites Spektrum vertreten, welches bisher weitgehend in der Gemeinde selbst im Verborgenen blühte. Das in die Öffentlichkeit zu bringen, war Ziel des Auftakttreffens im Mai dieses Jahres unter dem Motto „Kunst am Merzbach“. Ihm folgten mehrere Kunstgipfel, in denen die weiter geplanten Maßnahmen vereinbart wurden.

Besucherandrang

Der Besucherandrang am Eröffnungstag ließ erkennen, dass der Wunsch nach der Darbietung der schönen Künste vorhanden ist. Die interessierten Besucher kamen voll auf ihre Kosten. 15 einheimische Künstler hatten ihre Exponate ausgestellt, Malereien, Kunst-Fotos, Skulpturen sind nur eine kleine Auswahl an künstlerischen Kostbarkeiten. Alle wunderbar anzusehen.

Aussteller waren diesmal Berthold Abel, Guiseppe Di Landro, Jörg Ewald, Elisabeth Fleischer, Gerd Frank, Gisela Giernich, Andrea Göbbels, Ingeborg Hanrath-Speidel, Erika Kankowski-Dickmeis, Angelika und Heinrich Keller, Claudia Meyer zur Heyde, Heinz-Egon Mörsch, Karl-Heinz Schumacher, Helmut Simon und Frau Schnabel.

Sicherlich zunächst nur eine Auswahl der einheimischen Kunstschaffenden. Der Bürgermeister freute sich über die gelungene Initiative, die Ausgangspunkt „für eine gemeinsame, spannende Reise in die zukünftige Kulturszene“ sein soll, in die künftig auch die Musik einbezogen werden könne. Sie war auch diesmal schon bei der Ausstellungseröffnung zugegen durch das Querflöten-Duo Franziska Kneier und Andrea Bergk.

Claßen kündigte an, im Gemeindeblatt Aldenhovens Künstler so nach und nach einmal vorzustellen. Begonnen hat er in der jüngsten Ausgabe mit Karl-Heinz Schumacher, der in der Kunstszene in der Tat schon weltweit bekannt geworden ist mit seinen Präsentationen in Tokio, Toronto, New York und Paris sowie im Städel-Museum. KHS-Malereien und -Skulpturen sind ein Begriff.

Herauszustellen ist noch Elisabeth Fleischer, die 92 Jahre alte Dame, die mit ihren wunderschönen Stillleben bereits vor 30 Jahren dabei war und auch im hohen Alter noch malt.

(gre)
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