Kultur-Sommer Linnich: Neues Programm für 2019 vorgestellt

Veranstaltungen vorgestellt : Einige Neuheiten im Programm für kommenden Kultursommer

„Es wird immer leichtfertig gesagt, hier in Linnich sei nichts los, aber mit dem Kultursommer beweisen wir das Gegenteil.“ Das behauptet Marion Schunck-Zenker, Bürgermeisterin von Linnich. Und sie hat recht, denn bis Oktober gehen in ihrer Stadt knapp 70 Veranstaltungen über die Bühne.

Langeweile kommt da also nicht auf. Den Auftakt für den Kultursommer macht die Blaskapelle Siebenbürgen Setterich am 24. Mai. Es folgen zahlreiche bewährte, aber auch einige neue Events.

Diese stellte der Stadtmarketingverein „Wir in Linnich“ jetzt vor. Der erste Termin findet in der Bürgerhalle Gereonsweiler statt und wird unterstützt vom Fußballverein FC Constantia 09. „Linnich hat keine Halle, deshalb gehen wir in die Ortschaften“, sagt Dorothea Gerards, verantwortlich für den Kultursommer. Im vergangenen Jahr hatte die Auftaktveranstaltung bereits in Ederen stattgefunden.

Dankbar ist Gerards für die Hilfe des Vereins, denn oft fehle den Organisatoren allein die Manpower. Das Konzert mit der Blaskapelle Siebenbürgen Setterich ist auf Anregungen der Bürger ins Leben gerufen worden. Einige hatten sich an den Stadtmarketingverein gewandt und von Auftritten der Band zum Beispiel bei Schützenumzügen geschwärmt. „Sie haben eine große Bandbreite von Jazz über klassische Musik bis hin zu modernen Stücken“, erzählt Gerards.

Motto: R(h)eingenuss

Schon Tradition hat der Kunstschmaus, bei dem das Kulinarische im Mittelpunkt steht. Am 23. August gibt es unter dem Motto „R(h)eingenuss“ allerhand Köstlichkeiten rund um Deutschlands größten Fluss. „Es ist das erste Mal, dass wir kulinarisch in Deutschland geblieben sind“, berichtet Gerards. In den vergangenen Jahren haben Speisen und Getränke immer unter einem internationalen Motto gestanden.

Erneut dabei sind auch Bina und Wilfried Theisen mit ihrem Skulpturenweg an der Rur. Dieser feiert dieses Jahr zehnjähriges Bestehen. „Der Skulpturenweg hat den Reiz, dass er im öffentlichen Raum liegt und damit immer frei zugänglich ist“, sagt Bürgermeisterin Schunck-Zenker. Bina Theisen berichtet von einem regen Interesse, Teil dieses Kunstweges zu werden. „Es macht riesig Spaß, die Künstler kommen auch aus Holland und Belgien“, erzählt sie, „alle begeistert das Naturbelassene.“

Die Kindermeile wird es ebenfalls wieder geben, auch für Jugendliche ist etwas dabei. Mit der „Aktion Stromkästen“ können sie kreativ werden und den grauen Kästen ein neues, buntes Aussehen verleihen. Vor dem Linnicher Rathaus steht bereits ein bemalter Kasten aus dem vergangenen Jahr.

Schlaghosen und Bauernmarkt

Doch der Kultursommer hat nicht nur Traditionsveranstaltungen zu bieten. „Was ganz neu ist, ist der Flowerpowerabend am 12. Juli“, sagt Gerards. Dieser stehe ganz im Zeichen der 60er und 70er Jahre, „mit Kartoffelsalat, Frikadellen, Toast Hawaii und Schlaghosen“, verspricht sie. Außerdem neu dabei ist der Bauernmarkt. In Rurdorf stellen am 29. und 30. Juni Künstler und Händler in Scheunen, Hallen und Gärten aus. „Hier wird ein ganzes Dorf zum Markt“, freut sich Gerards. Der Erlös kommt der Sanierung des Kirchendachs zugute.

Ein weiteres Highlight ist das zehnjährige Bestehen der Interessengemeinschaft Ederener Runde. Am 2. Juni wird der Rundweg um den Ortsteil zu einer Art Basar. Unter dem Motto „Kunst, Handwerk und Leben“ positionieren sich über 40 Aussteller am Wegesrand.

Den Abschluss bildet am 11. Oktober wieder eine bewährte Veranstaltung: die Linnicher Lichtblicke. In diesem Jahr gibt es die Überlegung, auch den Skulpturenweg zu illuminieren, um auch für ihn den passenden Abschluss zu finden. Viele weitere Veranstaltungen locken die Besucher im Sommer nach Linnich. Das Programm vom 24. Mai bis 11. Oktober ist noch nicht druckreif. Sobald sich das ändert, findet man es unter www.stadtmarketing-linnich.de.

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