Trio „Continuum“: „Kultur Alte Kirche“ setzt einen klangvollen Schlusspunkt

Trio „Continuum“ : „Kultur Alte Kirche“ setzt einen klangvollen Schlusspunkt

Mit „Continuum“ wird sich am Freitag, 14. September, ein Trio in der Alten Kirche in Körrenzig vorstellen, das sich die Bearbeitung alter Choräle und weltlicher Musik aus der Epoche der Renaissance und des Barock zur Aufgabe gemacht hat. In ideenreichen, aber auch respektvollen Arrangements eröffnet „Continuum“ neue Perspektiven auf bekannte Musik.

Drei erfolgreiche Jahre liegen hinter dem Trio „Continuum“ — vormals „Jazz‘N‘Spirit“ — bestehend aus Dirk Piezunka (Sopran- und Tenorsaxofon, Bassklarinette und diverse Percussion-Instrumente), seinem Bruder Jens Piezunka (Kontrabass und Gesang) und dem Oldenburger Gitarristen Martin Flindt. Sie sind Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik, und ihre Debüt-CD schaffte es auf Anhieb in die Bestenliste der deutschen Schallplattenkritik.

Zahlreiche Konzerte wurden in Kirchen und Schlössern gespielt — das gab Raum, die Musik stetig weiter zu entwickeln und mit ihr zu wachsen. Doch zunehmend wurden dem Trio die Kategorien von „Jazz“ oder „geistlicher Musik“ zu eng. Obwohl sie die Eckpunkte ihrer musikalischen Arbeit markieren, findet der lebendige Ausdruck der Konzerte in dem weiten Feld irgendwo dazwischen statt.

So wurde aus dem Namen „Jazz‘N‘Spirit“ die Bezeichnung für die ersten, durch geistliche Musik inspirierten Konzertprogramme und dem Namen der ersten CD: „Continuum“. Das Trio bleibt damit der ursprünglichen Idee eines respektvollen, auf aktueller Musik basierenden, akustischen Umgangs mit „Alter Musik“ treu, eröffnet sich jedoch neue Räume.

Wenn „Continuum“ die alten Stücke bearbeitet, bleiben die Motive und Melodien der Originale stets erkennbar; insgesamt klingen die Arrangements aber doch gänzlich anders. Jede Komposition durchläuft eine Art „Rekompositionsprozess“. Mal ziehen die Musiker die Melodien in die Länge, mal ändern sie die Ton- oder Taktart, entwickeln neue Akkordfolgen, oder sie entwerfen neue Begleitstimmen. So entstehende Arrangements sind wiederum Grundlage für spannende Improvisationen.

Die stilistische Vielfalt der Arrangements und der virtuose Umgang mit den historischen Vorlagen ist herausragend. Dabei wird auch Musik anderer Kulturen mit einbezogen — es entsteht eine gelungene Mischung aus Jazz und Weltmusik. Ein Konzept, mit dem das Trio seine Zuhörer schon seit Jahren begeistert. Da „Continuum“ die Stücke wesentlich vielschichtiger als die Originale präsentiert, können sich die Zuhörer auf Déjà-vu-Erlebnisse der besonderen Art freuen.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Finanzierung der weiteren Sanierungsarbeiten sind erbeten. Weitere Informationen werden auf der Internetseite des Vereins unter www.altekirche-koerrenzig.de angeboten.

Mit diesem Konzert endet die diesjährige Veranstaltungsreihe „Kultur Alte Kirche“. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Verein „Rettet die Alte Kirche“ laden die Veranstalter nach dem Konzert alle Gäste zu einem Umtrunk in die „Petrusklause“ des Pfarrheims ein.

Mehr von Aachener Zeitung