Kofferen: Kubanische Klänge der Band „Azúcar Blanca“ locken die Zuhörer

Kofferen: Kubanische Klänge der Band „Azúcar Blanca“ locken die Zuhörer

Eine Band der etwas anderen Art spielte am Wochenende im McMüller’s in Kofferen auf. Die Rede ist von „Azúcar Blanca“, eine Gruppe Musiker, die sich kubanischen Klängen verschrieben haben. Schon vor dem Auftritt waren alle Plätze in dem Brauerei-Gasthof besetzt und die Parkplatzsuche in Kofferen gestaltete sich ebenfalls schwierig.

Vier Leute erfüllten den Pub mit kubanischen Rhythmen und sorgten für ein entspanntes Ambiente. Da der Keyboarder krankheitsbedingt ausfiel, unterstützte Thorsten Mahnke die Musikgruppe.

Begonnen hat alles mit Gisela Leyk aus Köln. „Früher haben sich alle die Ohren zugehalten, wenn sie gesungen hat“, verrät Achim Rudolph, ihr Mann. 1990 sollte eine Reise nach Kuba alles ändern. „In Kuba haben wir an der Musik Freude gefunden“, erklärt Achim Rudolph. Danach lernte Gisela Leyk, Bongos zu spielen und beherrschte das Instrument innerhalb von zehn Jahren perfekt. Sogar andere Kubaner kamen zu ihr und wollten Unterricht. Im Südosten Kubas ist sie sogar eine Berühmtheit. Seit mehr als 20 Jahren spielt sie überwiegend Bongos. Als die Bongospielerin vor zwölf Jahren mit Gitarre anfing, kam auch der Gesang dazu. Seitdem schreibt sie ihre Lieder selbst. Die Texte sind hauptsächlich auf Spanisch, seit einiger Zeit fließt jedoch auch die deutsche Sprache in die Lieder der Band ein.

Zwei Jahre auf Kuba

„Die Texte schickt meine Frau per Mail nach Kuba“, sagt Achim Rudolph, „dort werden sie von Bekannten Korrektur gelesen.“ Erst wenn das geschehen ist, setzt sich Gisela Leyk an die Begleitung mit den anderen Instrumenten. Vor zwei Jahren hat sie zehn Lieder aufgenommen, vergangenes Jahr waren es sogar 20. „Sie will bald eine CD rausbringen“, erklärt Rudolph. Da es auf Kuba günstiger ist, Studios zu mieten und die Lieder aufzunehmen, verbringt das Ehepaar sehr viel Zeit auf Kuba. „Zusammengerechnet war ich seit 1990 bestimmt schon zwei Jahre auf Kuba, meine Frau mehr als drei.“ Kubanische Musik ist in Deutschland relativ unpopulär, daher kann man sagen, dass „Azúcar Blanca“ ein Monopol hat, was kubanische Rhythmen angeht.

(ikr)