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Jülich: Krzeszewskis Höhenflug hält in Grenzau an

Jülich : Krzeszewskis Höhenflug hält in Grenzau an

Es ist wahrhaft keine Schande beim TTC Grenzau, dem Topfavoriten auf die Deutsche Meisterschaft, knapp mit 4:6 den Kürzeren zu ziehen.

Ganz im Gegenteil: Nur wenige Teams konnten bislang im Westerwald vier Punkte ergattern, die meisten unterlagen dort deutlich. Doch bei der SIG Combibloc ärgert man sich auf Grund der ausgelassenen Chancen.

Teamchef Christian Dreher: „Meine Mannschaft hat eine riesige Leistung gezeigt. Wir haben jedoch leider alle engen Spiele verloren. Mit einem Punktgewinn hätten wir unsere Konkurrenz in Angst und Schrecken versetzen können.”

Jülichs Dilemma begann in den Doppeln: Keen/Saive siegten locker. Krzeszewski/Hielscher, Jülichs Spitzen-Paar, erkämpfte sich im vierten Satz zwei Matchbälle; im fünften Durchgang unterlagen sie. Dennoch stimmte das zwischenzeitliche 1:1 die SIG zufrieden.

Es gibt nur wenige Spieler, die Grenzaus Weltklassespieler Ma Wenge in zwei aufeinander folgenden Matches schlagen können; Lars Hielscher gehört nicht zu ihnen.

Der deutsche Nationalspieler bot nach seinem Erfolg im Hinspiel diesmal erneut eine ansprechende Leistung, ging aber am Sonntag als zweiter Sieger vom Tisch.

Es folgte die Galavorstellung von Jülichs neuer Nr.1: Tomasz Krzeszewski siegte in seinem ersten Einzel im oberen Paarkreuz eindrucksvoll mit 3:1 über seinen polnischen Landsmann Lucjan Blaszczyk.

Arnold Beginn lobte seinen „neuen” Spitzenspieler: „Seine Leistungen sind aller Ehren wert. Tomasz ist mittlerweile zur festen Größe in unserem Team geworden, und ich bin froh, dass wir mit ihm zusammen arbeiten.”

Doch nun zum unteren Paarkreuz: Trinko Keen und Philippe Saive wurden vor der Saison vom Verein als Leistungsgaranten für das obere Paarkreuz gehandelt.

Saive agierte von Beginn an unten, und nach der Hinrunde war klar, dass Trinko Keen aufgrund seiner mäßigen Ergebnisse im zweiten Paarkreuz Hand in Hand mit dem Belgier am Besten aufgehoben ist.

In Grenzau blieb Keen erneut hinter seinen Möglichkeiten zurück und zeigte sich glücklos. Mit einer Ausbeute von 0:2 gegen Fejer-Konnerth und Chen startete der ehemalige Spitzenakteur im hinteren Paarkreuz. Dazu Christian Dreher: „Da kann ihm keiner helfen. Ich hatte das Gefühl, dass Keen bei angezogener Handbremse Vollgas gibt.”

eilweise kam Philippe Saive auch auf Touren und schlug immerhin Fejer-Konnerth vor der Pause glatt. Die ständigen Rhythmuswechsel des cleveren Saives irritierten den selbstbewusst gestarteten Grenzauer sichtlich.

Nach der Pause konnte nur noch Lars Hielscher einen Sieg über Lucjan Blaszczyk auf dem Jülicher Punktekonto verbuchen. Das war zu wenig, um nicht mit leeren Taschen die Heimreise antreten zu müssen.

Drehers Eindruck von der taktischen Umstellung der Mannschaft: „Unser Team ist in dieser Saison total ausgeglichen. Über die Änderung kann ich mich nicht freuen, ich muss aber auch nicht jammern. Das war zum Start ordentlich. Wir müssen abwarten; in dieser Saison läuft bei meinen Spielern kaum etwas normal.”