Kreis Düren: „Krieg kann nie zu etwas Gutem führen”

Kreis Düren: „Krieg kann nie zu etwas Gutem führen”

„Kriege haben niemals einen Sieger. Und Gewalt kann niemals zu etwas Gutem führen”, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der zentralen Gedenkfeier des Kreisverbands Düren des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf der Kriegsgräberstätte Hürtgen.

Am Volkstrauertag verdeutlichte er, dass es 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wichtig sei, sich zu versammeln, um daran zu erinnern, dass unzählige Menschen in einem sinnlosen Weltkrieg und wegen eines verbrecherischen Regimes gestorben seien.

Aus der Vergangenheit könnte die Gesellschaft wichtige Lehren ziehen. In der Ansprache wurde aber deutlich, dass die Menschheit diese Lehren aus den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und vieler anderer Kriege noch nicht verinnerlicht hat. „Deswegen gedenken wir heute nicht nur derer, die hier gestorben sind. Wir denken auch an all die, die derzeit von Krieg und Gewalt betroffen sind”, sagte Spelthahn, der auch Vorsitzender des VDK ist. Er rief den Zuhörern die Bilder aus den aktuellen Krisengebieten - aus Israel, dem Gazastreifen, dem Hindukusch - in Erinnerung. Er erinnerte an deutsche Soldaten, die Weihnachten nicht mit ihren Familien verbringen könnten und nicht wüssten, ob es ein neues Jahr für sie gebe. Er erinnerte an tausende zivile Helfer, die in Ländern arbeiten, vor deren Betreten das auswärtige Amt ausdrücklich warnt. Mit Blick auf Vergangenheit und Zukunft warb Spelthahn um mehr Toleranz und das Überdenken radikaler Positionen: Er mahnte: „Es ist traurig, dass die Polizei eine Gedenkfeier wie diese begleiten muss.”

Mit Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch, Kreisdezernent Peter Kaptain und einem Vertreter der Bundeswehr legte Spelthahn Kränze am Ehrenmal nieder. Begleitet wurde die Gedenkfeier von den Volksmusikanten Vossenack, dem Tambourcorps Rheingold Hürtgen und den Sangesfreunden Hürtgen.

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