Jülich: Kreisliga A: Grün-Weiß bringt Langerwehe die erste Niederlage bei

Jülich: Kreisliga A: Grün-Weiß bringt Langerwehe die erste Niederlage bei

Im letzten Spiel des Jahres, gleichzeitig Auftakt zur Rückrunde, erwischte es den bislang ungeschlagenen Tabellenführer Langerwehe. Mit 0:2 verlor der TuS bei den Grün-Weißen aus Welldorf-Güsten. In einem Spiel, das nach Auffassung beider Beteiligten den rund 200 Zuschauern sehr guten A-Liga-Fußball bot.

„Natürlich sind wir zufrieden“, meinte Welldorf-Güstens Trainer Winnie Ronig. Damit meinte er aber nur den Erfolg gegen den TuS, insgesamt haderte er jedoch mit der Hinrunde. „Wir haben zu viele Punkte liegen gelassen, wir haben zu viele Gegentore kassiert“, rechnete er vor. Wobei ihm besonders die 3:4-Schlappe gegen Hambach auf dem Magen liegt.

„Die hat hat uns die Serie vermasselt“, ärgert er sich bis heute über die Heimniederlage gegen eine Mannschaft, die ganz andere Ansprüche hat als die Grün-Weißen. „Denn wir wollen die Großen ärgern, oben an der Spitze mitmischen. Hambach möchte den Abstieg vermeiden, dementsprechend zeigen die auch Einsatz.“ Einsatz, der gegen den „kleinen HSV“ fehlte, „aber gegen den TuS vorhanden war“.

So freute sich der Trainer, dass all seine taktischen Vorgaben befolgt wurden. „Wir haben frühzeitig den Gegner gestört, standen nicht 40 Meter vom Gegenspieler weg, wie gegen den HSV, sondern waren nahe dran. Langerwehe konnte so nicht zu seinem gewohnten Spiel kommen“, analysierte Ronnig. Dass der Sieg unterm Strich verdient war, findet er auch. „Denn wir hatten zwar, wie Langerwehe auch, nur zwei oder drei gute Einschussmöglichkeiten, aber die haben wir genutzt, der Gegner nicht.“

Auch ein 2:2 war möglich

Eine Feststellung, die sein Gegenüber Hajo Meuser auch unterschreiben würde. „Dies war der Unterschied, denn die Partie hätte auch 2:2 enden können“, meinte der TuS-Trainer angesichts der Chancen. Die aber wurden von Welldorf-Güstens Keeper Renè Kitten zunichte gemacht. Auf der anderen Seite war auch Langerwehes Georg Johnen im Kasten präsent, entschärfte eine tolle Möglichkeit von Hohmeier.

Auch wenn die Schlappe ärgerlich ist, sie wirft Coach Meuser nicht um. „Irgendwann ist die Unbesiegbarkeit vorbei, wir gehen trotzdem ganz zufrieden in die Winterpause, freuen uns jetzt auf eine sicherlich schöne Jahresabschlussfeier, um dann nach einer hoffentlich guten Vorbereitung in den Rest der Rückrunde zu starten. Denn zufrieden sind wir allemal.“

Das ist nachvollziehbar, denn mit sieben Punkten Vorsprung auf Schwarz-Weiß Düren ist der Abstand recht komfortabel. „Ein Verdienst der gesamten Mannschaft“, lobte Meuser seine Schützlinge, „die alle hervorragend mitgearbeitet, die Vorgaben erfolgreich umgesetzt haben“.

(hfs.)