Koslar: Anwohner der Leisartstraße sind besorgt

Verkehrsaufkommen beunruhigt Anwohner : Maßnahmenpaket für Leisartstraße geplant

Große Lkw, enge Bürgersteige, oft zu hohes Tempo. Die Anwohner der Koslarer Leisartstraße sind besorgt wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens in der engen Straße mit den schmalen Bürgersteigen und hoffen auf Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.

Straßen ziehen Verkehr nach sich. In Koslar können die Anwohner auf der Leisartstraße dies seit rund vier Jahren beobachten. War die L 14n vom Koslarer Autobahnkreuz nach Merzenhausen als Entlastung gedacht, hat sich das für die Anwohner der Leisartstraße nicht bestätigt. Im Gegenteil.

Die enge Straße wird als Abkürzung von und zur Autobahn genutzt, auch von Lkw. Zudem kurven Busse durch die Straße und schwere landwirtschaftliche Maschinen.

„Hier sind große Maschinen und Fahrzeuge unterwegs, die Straße ist eng, die Bürgersteige teilweise nur 30 bis 40 Zentimeter breit, es sind Kinder unterwegs. Da ist selbst Tempo 30 noch zu schnell“, berichtete ein Anwohner am Mittwoch im Jülicher Hauptausschuss. Der hatte das Thema aufgegriffen, weil sich die Anwohner mit der Bitte um Abhilfe an Bürgermeister Axel Fuchs gewandt hatten. Dabei ist die Verwaltung bereits tätig geworden. So wurden am Ortsausgang Leitbaken aufgestellt, die die Straße verengen, für die komplette Straße gilt zudem Tempo 30. Daran, so beobachten es die Anwohner, halte sich – wenn man den Engpass passiert hat – nur kaum jemand.

Die Anwohner schlagen deshalb gleich ein ganzes Maßnahmenpaket vor, damit es nicht zu schweren Unfällen kommen kann. Sie wünschen sich eine Begrenzung beim Lkw-Verkehr auf maximal 3,5 statt bisher 7,5 Tonnen sowie die Sperrung für Busse und den landwirtschaftlichen Verkehr. Zudem bitten sie darum, dass der fließende Verkehr auch überwacht wird.

Für die erste umgesetzte Maßnahme, die aufgestellten Leitbaken, sind die Bürger dankbar, wie eine Anwohnerin im Ausschuss deutlich machte: „Das Nadelöhr hat einen Effekt gebracht, aber danach ist die Straße wieder frei und die Autofahrer brettern durch. Kinder allein auf der Straße laufen zu lassen, geht nicht.“

Kinder im Kinderwagen schieben allerdings auch nicht aufgrund der beengten Gehwege, deswegen schlagen die Anwohner in einzelnen Abschnitten auch eine Verbreiterung der Bürgersteige vor, um so für eine weitere Beruhigung des Verkehrs zu sorgen. „Hier ist Druck im Kessel. Wir versprechen, uns zügig damit zu beschäftigen“, fasste Bürgermeister Axel Fuchs die Gemengelage zusammen.

Deshalb soll nun zügig ein Ortstermin mit allen beteiligten Behörden und den Bürgern organisiert werden. Schließlich kann die Stadt nur mit Zustimmung der Kreispolizeibehörde entsprechende Maßnahmen auch umsetzen. Dezernent Richard Schumacher: „Wir wollen bei dem Termin abklären, ob die Vorschläge der Anwohner umsetzbar sind und werden sicherlich auch eigene Vorschläge einbringen.“