Konzert der Band Cryssis in Jülich

Konzert der Band Cryssis : Punk-Rock, diesmal im Brückenkopf-Park

Man kennt sich bereits und weiß, was beide Seiten wollen. Die Fans in Jülich wollen eine tolle Punk-Rock-Show auf der Bühne und die Band Cryssis lässt sich gerne von der Gunst des Publikums tragen.

Die Gruppe um Sänger Dick York und Tote Hosen-Schlagzeuger Vom Ritchie gastierte am Freitag erneut in der Herzogstadt und zeigte mit einer Mischung alter und neuer Songs, dass sie alle Anwesenden ohne Probleme mit ihrer Musik begeistern kann. Neu war allerdings der Ort des Konzerts im Zelt des Brückenkopf-Parks, in dem die Band bisher noch nicht gespielt hatte.

Den Gesang und die E-Gitarre hatte wie immer Dick York übernommen, die zweite E-Gitarre spielte Thomas Schneider, die Trommeln des Schlagzeugs wurden von Vom Ritchie bearbeitet, die Violine spielte Laura Knapp und für das Bassspiel sorgte diesmal Ufo Walter, der schon lange mit der Band befreundet ist. Vor einem leider nicht ausverkauften Zelt spielten Cryssis zahlreiche Stücke ihres eindrucksvollen Repertoires von den ersten Nummern „Could it be“ „She loves“ oder „So clean“, die Vom Richie und York bereits Anfang der achtziger Jahre gemeinsam geschrieben hatten, über die Titel ihrer drei Studioalben „Simple Men“, „Kursaal Nights“ und „1976“ bis hin zur neuen Single „Argentina“.

Die Aufgabe der Konzerteröffnung hatte die Jülicher Band Miss Resis übernommen, die Cryssis schon von früheren Auftritten kannten. „Es ist natürlich eine riesen Ehre, für Cryssis den Anheizer zu spielen und wir waren total überrascht, als die Anfrage kam, ob wir das machen wollen. Da mussten wir natürlich nicht lange überlegen“, berichtete Bassist Fifi.

Jülich ist ein bisschen Heimat

„Für uns ist es immer etwas Besonderes, in Jülich zu spielen und der Kulturbahnhof ist eine fantastische Lokalität. Auf unserer Tour sehen wir viele Orte, aber hier fühlt man sich schon ein bisschen heimisch, da das Publikum uns hier immer toll empfangen hat“, weiß York zu berichten. „Es ist nicht immer leicht, unsere Planungen alle unter einen Hut zu bekommen, da wir zusätzlich alle in verschiedenen Bands spielen. Es macht immer Spaß, wenn wir wieder zusammen Musik machen und wir hoffen, bald unser neues Album fertigzustellen“, ergänzt Vom Ritchie. „Unsere bisherigen Alben klingen alle unterschiedlich und da wird das neue wohl keine Ausnahme machen“, sagten beide.

„Was uns als Band sicher ausmacht, ist die Tatsache, dass wir nicht unter Druck spielen und dass wir Spaß an der Sache haben. Natürlich suchen alle dennoch ständig nach dem perfekten Rock-Song“, erklärt Thomas Schneider zufrieden. Die Fans konnten ab dem ersten Song „Another brave Day“ alle Texte mitsingen und schnell war die Fläche vor der Bühne mit tanzenden Menschen gefüllt. Alle sangen lauthals zu Stücken wie „Fighting in Brighton“, „Time of our Lifes“ oder „Get up“ mit.

Der neue Song “Argentina” kam sehr gut beim Publikum an und zum letzten Stück „School Days” spielte die Gruppe einen langen instrumentalen Part, der zeigte, wie viel Freude die Musiker an ihrem Spiel haben. Doch ohne Zugabe darf natürlich kein Konzert enden und so folgten „Too close“, „London“ „Does it“ und „She loves“ sowie als Finale „Mr. Jack“, der einen kurzweiligen Konzertabend beendete. Es wird bestimmt nicht das letzte Konzert in Jülich gewesen sein und Cryssis werden dann mit neuem Material kommen, um ihre Fans erneut zu begeistern.

(bw)
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