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Veranstaltungen mit Hygienemaßnahmen: Konzept für den Jülicher Weihnachtsmarkt liegt vor

Veranstaltungen mit Hygienemaßnahmen : Konzept für den Jülicher Weihnachtsmarkt liegt vor

Der Bürgermeister und die Werbegemeinschaft sind zuversichtlich, was die Durchführung des Jülicher Weihnachtsmarktes angeht. Es soll eine Zugangsbeschränkung, klare Laufwege und entzerrte Buden geben.

Der Jülicher Weihnachtsmarkt soll auch in diesem Jahr stattfinden. „Die Werbegemeinschaft hat ein sehr gutes Konzept für den Weihnachtsmarkt vorgelegt. Ich bin sehr optimistisch, dass wir das Konzept umsetzen können“, sagt Bürgermeister Axel Fuchs (parteilos). Ähnlich optimistisch zeigt sich Benjamin Loevenich, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Jülich: „Die Gespräche mit den zuständigen Ämtern der Stadtverwaltung sind sehr positiv verlaufen. Ich glaube, dass man unser Konzept umsetzen kann.“

Die Planung sieht unter anderem eine Zugangsbeschränkung vor, zudem soll eine Wegrichtung vorgegeben werden. Fuchs: „Teil des Konzeptes ist es auch, dass die Buden entzerrt werden, es keine gegenüberliegenden Stände geben wird.“ Das entsprechende Hygienekonzept für den Weihnachtsmarkt soll noch mit dem Kreis beziehungsweise dem Kreisgesundheitsamt abgesprochen werden. „Eventuell müssen wir die Veranstaltung auch der Landesregierung anzeigen. Das ist bei Veranstaltungen ab 1000 Besuchern aktuell so vorgesehen“, sagt Fuchs.

Loevenich geht davon aus, dass die gleiche Anzahl an Schaustellern auf einer größeren Fläche des Schlossplatzes verteilt werden kann. „Absagen von Schaustellern hat es bislang nicht gegeben“, betont der Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Verzichten wird man in diesem Jahr allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Kunsthandwerker-Zelt.

Ein paar Fragen konnten zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht geklärt werden. So etwa die Frage, wie viele Menschen auf den Schlossplatz dürfen, wenn es eine Zugangsbeschränkung gibt. Loevenich geht von einer Zahl im „hohen dreistelligen Bereich“ aus. Auch die Frage, ob beispielsweise zusätzliches Sicherheitspersonal eingesetzt werden muss, um Zugänge, Laufwege und Abstände zu kontrollieren, ist noch unklar. Loevenich: „Wir gehen davon aus, dass die Landesregierung noch eine Coronaschutz-Verordnung für die Weihnachtsmärkte beschließen wird. Wir werden dann unsere jetzige Planung an diese Verordnung anpassen müssen.“

„Erschwerte Bedingungen“

Bleibt es dabei, könnte der 48. Weihnachtsmarkt wie geplant in der Zeit vom 19. November bis 22. Dezember stattfinden. Lohnt sich der deutliche Mehraufwand? Benjamin Loevenich: „Ich bin zwar kein Schausteller, aber wenn sie ein Jahr lang keine Möglichkeit hatten, Geld zu verdienen, dann sind erschwerte Bedingungen immer noch besser als gar nicht arbeiten zu können.“

Noch vor dem Start des Weihnachtsmarktes stehen die Martinsumzüge an. Bereits am Montag hatte die Landesregierung grundsätzlich grünes Licht gegeben und die Entscheidung den Behörden vor Ort überlassen. Fuchs geht aktuell davon aus, dass die Verwaltung die Züge genehmigen wird. Bei einem anderen Thema laufen die Gespräche noch. So ist noch vollkommen unklar, ob und in welcher Form Karneval gefeiert werden kann.  Wird es wie gewohnt am 11.11. den Start in die Session geben? Was ist mit dem Sitzungskarneval? Den Karnevalszügen? Der Veranstaltung für die Jugendlichen auf dem Schlossplatz? Axel Fuchs: „Alle warten auf eine Entscheidung der Landesregierung. Unabhängig davon sehe ich aber nicht, dass es Veranstaltungen mit 600 oder 700 Menschen in einem Festzelt geben wird.“