Jülicher Land: Kommunen im Jülicher Land investieren weniger

Jülicher Land: Kommunen im Jülicher Land investieren weniger

Die Kommunen im Jülicher Land haben in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres weniger auf eigene Rechnung und aus eigener Kraft in Straßen, Kanalisation, Schulen und anderes investiert.

Das geht aus einer Statistk der Landesbehörde Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf, über Investitionskredite hervor.

Zum Stichtag 30. September hatte die Stadt Jülich Verbindlichkeiten von gut 74,2 Millionen Euro, das sind 2246 Euro pro Kopfund rund 1,8 Prozent weniger als zum Jahresende 2010. Damals hatten die Investitionskredite ein Volumen von 75,6 Millionen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2288 Euro entspricht.

In der Stadt Linnich verminderten sich die Investitionskredite von fast 11,3 Millionen um 4,9 Prozent auf 10,7 Millionen, entsprechend sank die Pro-Kopf-Verschuldung von knapp 830 auf 789 Euro. In der Tagebaukommune Inden sanken die Verbindlichkeiten von fast 4,5 Millionen um 3,5 Prozent auf 4,3 Millionen bzw.von 650 auf 628 Euro.

In der Landgemeinde Titz hatten die Investitionskredite zum Stichtag ein Volumen von fast 5,8 Millionen, das sind 3,5 Prozent weniger als neun Monate zuvor (knapp sechs Mio.). Die Pro-Kopf-Verschuldung sank von 726 auf 701 Euro.

In der Gemeinde Aldenhoven, deren Etat seit Jahren mit Fehlbeträgen abschließt, belief sich das Finanzierungsvolumen auf 13 Millionen Euro gegenüber 13,5 Ende 2010. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank um 3,2 Prozent von 961 auf 930 Euro.

Jülich übertrifft NRW-Wert

Damit sind bis auf Jülich in allen Nordkreis-Kommunen die Investitionen stärker gesunken als im Landesdurchschnitt (minus 2,6 Prozent). Die Pro-Kopf-Verschuldung lag NRW-weit bei 1258 Euro - ein Wert, der von Jülich deutlich übertroffen wird. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Kommunen Mittel aus dem Konjunkturpaket II (KP II) der Bundesregierung genutzt haben, um von 2009 bis 2011 Schulgebäude oder Kindergärten energetisch zu sanieren, Sporthallen und Schwimmbäder zu modernisieren, die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern oder die Breitbandversorgung („Schnelles Internet”) auszubauen.

Den Eigenanteil (12,5 Prozent), den Städte und Gemeinde aufbringen mussten, hat das Land zunächst über eine Fondslösung kreditiert, er musste also nicht im Etat bereitgestellt werden. Die Kommunen müssen erst ab 2012 über zehn Jahre diesen Tilgungsfonds bedienen, So erhielt Aldenhoven 1,4 Millionen aus dem KP II. Auf Jülich entfielen rund vier Millionen Euro, 2,7 Millionen für Bildung und 1,3 Millionen für Infrastruktur. Linnich erhielt knapp 1,3 Millionen, nach Titz wurden gut 750.000 Euro überwiesen, und Inden kassierte 580.000 Euro.