Kommentiert: Verpflegungssystem muss geprüft werden

Kommentiert: Verpflegungssystem muss geprüft werden

Es kann nicht nur ein paar Beschwerden über die Warmhalteverpflegung an Jülicher Kitas und Schulen gegeben haben. An diesem „Knochen“ muss ordentlich was dran sein, sonst würde die Verwaltung kaum einen Systemwechsel zur Tiefkühlkost vorschlagen.

Das muss ja nicht gleich dramatische Ursachen haben — manche Gerichte haben durch Dauererwärmung bis zu drei Stunden nach Zubereitung eben an Appetitlichkeit und Ansehnlichkeit verloren. Es ist richtig und wichtig, dass die Verwaltung die Versorgung der Kinder nun systematisch hinterfragt und ändert, wenn nötig. 120.000 Mahlzeiten pro Jahr sind ja nicht das Ende der Fahnenstange. Der gesellschaftliche Wandel geht weiter — und mit ihm die Pflicht, die Mädchen und Jungen bestmöglich zu versorgen.

Bislang fehlt der Ehrgeiz, die frische Zubereitung von Speisen vielleicht nur in einer Einrichtung im Vergleich zur warmgehaltenen oder tiefgekühlten Variante zu testen. Das sollte doch der Nachwuchs wert sein, den man im übertragenen Sinne zum Fressen gern hat.

Mehr von Aachener Zeitung