Müntz: Königliche Fahnen- und Degenschwenker in Müntz

Müntz : Königliche Fahnen- und Degenschwenker in Müntz

Mit einem Umzug durch den Ort mit anschließender Gefallenenehrung starteten die Müntzer St.-Sebastianus-Schützen am Samstag auf traditionelle Weise in ihr Schützenfest.

Die schwung- und stimmungsvolle Eröffnungsparty stand unter dem Motto „Flower-Power“. Mit der Band „Teamwork“ standen Garanten für die passende Musik ganz nach dem Herzen der bis tief in die Nacht feiernden Freunde des Schützenbrauchtums bereit. Am Sonntag betete man im Festhochamt für die lebenden und gedachte der verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft, im Vordergrund stand zudem die Besinnung auf die ursprünglichen Werte des Schützenwesens.

Beim Frühschoppen kam man sich nicht nur zusammen, um sich auf den großen Festumzug vorzubereiten, sondern auch für eine außergewöhnliche Ehrung: Der Dank galt Willibert Schaaf für 65-jährigen Treue zur Bruderschaft. Nach dem Empfang der auswärtigen Vereine setzte sich der Festzug durch die festlich geschmückten Straßen des Orts in Bewegung. Da es in diesem Jahr keine neuen Majestäten gab, übernahm Vorjahreskönigin Christiane Hintzen die wichtige Aufgabe, das Königssilber im Zug und bei der Parade an der Kirche zu präsentieren. Dabei fiel sehr angenehm auf, dass sie die Würde des Amtes und die Pflichten im Umgang mit den Insignien ganz in den Vordergrund stellte und sich als Person bescheiden zurücknahm.

Neben den befreundeten Bruderschaften aus Kofferen, Spiel und Boslar-Hompesch machten Abordnungen der Feuerwehren Hasselsweiler und Mütz, der Ortsvereine sowie die einzelnen Müntzer Schützengruppen den Festzug zu einem prächtig anzusehenden Spektakel. Mit bekannten Marschmelodien begleiteten die Trommler- und Pfeiferkorps aus Kofferen und Körrenzig sowie der Instrumentalverein das farbenprächtige Spektakel musikalisch. Zum Beginn des Festzugs waren zwar ein paar Wolken aufgezogen, doch die Regentropfen wurden meist nicht als unangenehm empfunden, da sie die sommerliche Hitze ein wenig kühlten. Auch wenn keine neuen Majestäten geweiht worden waren, firmierte die Veranstaltung am Sonntagabend im Festzelt traditionell als „Ball der Majestäten“.

Und das war auch gut so, da es wahrhaft königliche Darbietungen der Fahnenschwenker- und der Degenschwenkergruppe zu bewundern gab. Das großartige Können dieser besonderen Abteilungen trägt viel dazu bei, dass das Müntzer Schützenfest einen besonderen Reiz ausübt. Die St.-Sebastianus- Schützenbruderschaft beweist mit ihrem bürgernahen und modernen Konzept, dass es nicht immer werbewirksam groß aufgezogene Veranstaltungen sein müssen, um dem Brauchtum einen attraktiven Rahmen zu geben.

Am Festmontag hatte man zum von der Jungschützengruppe vorbereiteten Frühstück ins Festzelt eingeladen, am Nachmittag standen die Kinderbelustigung unter dem Motto „Kinderolympiade“ und die Auslosung der Tombola auf dem Programm.

(jago)