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Kölsch-Rocker Miljö im KuBa: Es herrscht „good vibration“

Kölsch-Rocker Miljö im KuBa : Zwischen Band und Publikum herrscht „good vibration“

Neue Songs, Altbekanntes in neuem Gewand und handgemachte Musik mit viel Gefühl waren beim Konzert der Kölsch-Rocker Miljö im Jülicher Kuba angesagt.

Die Jungs von der Schäl Sick haben sich in den letzten Jahren eine treue Fangemeinde erspielt, dementsprechend war der als „Wohnzimmerkonzert“ angekündigte Auftritt im Rahmen der „Hück nor Höösch“-Tour natürlich ausverkauft.

Passend zur beginnenden Adventszeit ging es besinnlich los mit „Et weed alles jod“. Ein kleiner Song, der frei nach der kölschen Lebensart die Sorgen und Nöte der Zeit aufgreift, um dann daran zu erinnern, dass egal was auch passiert, immer wieder jemand ganz von vorne anfängt und hoffnungsvoll davon singt, wie alles wieder gut wird. „Wir hoffen, dass euch unser Wohnzimmer gefällt. Wir haben extra aufgeräumt“, nahm die Band direkten Kontakt zum Publikum auf. Die Reaktion ließ keine Frage offen, lauter Beifall zeigte, es gefiel den erwartungsfrohen Fans der kölschen Musik.

Vor dem Konzert hatte die Band Mitsinghefte mit allen Texten der Setlist auf den Plätzen verteilen lassen; eine clevere Idee, die dankbar angenommen wurde. Spätestens beim fetzigen „Schöckelpääd“ sangen viele zunächst leise mit, beim Refrain jedoch wurde es erstmals richtig laut im Kuba. Es lag wohl auch daran, dass die Textzeile „Hey, hey, yippie, yippie, yeah, yeah“ keine unüberwindbaren Anforderungen stellte. Für herzliches Lachen sorgte Sänger Mike Kremer, als er sich an sein Biologie-Studium erinnerte, in dessen Verlauf er auch am Jülicher Forschungszentrum tätig war: „Meine Verbindung zu Jülich sind Heuschrecken. Die musste ich da sezieren.“

Im gesamten Konzertverlauf war das zu verspüren, was man in der Musikszene als „good vibrations“ kennt. Die Chemie zwischen Band und Publikum stimmte ganz einfach. Fröhliches Mitsingen, begeistertes Mitklatschen und gemeinsame Wiederholungen der Refrains in allen Variationen machten das Miljö-Gastspiel zu einem stimmungsvollen Mundart-Konzerterlebnis. Perfekter Höhepunkt war das Schlusslied „Su lang die Leechter noch brenne“. Beim bekanntesten Miljö-Song sangen alle mit, auch ohne Textheft.

(jago)