Aldenhoven: Kinder pflanzen einen Schilderwald im Park

Aldenhoven: Kinder pflanzen einen Schilderwald im Park

„Wir wollen unsere Kunst wieder ins Gedächtnis rücken, den Bürger damit in Kontakt bringen und die Ideen der dahinter stehenden Künstler umsetzen“. So begründete der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen die Idee hinter dem „Kunstgipfel“, der bereits vor einem Jahr mit temporären Kunstveranstaltungen langsam Gestalt annahm.

Natürlich willigte der erste Bürger sofort ein, als der ortsansässige Künstler Karl Heinz Schumacher ihm und seinem Team das Kunstprojekt „Schilderwald“ unter Beteiligung Aldenhovener Kinder vorstellte. Damit ist die ehemalige Bergbaugemeinde die erste Kommune, die sich an einer solchen Aktion mit dem Künstler beteiligt, der weit über die Kommune hinaus bekannt und beliebt ist.

Freudig sprach Schumacher deshalb bereits von einer „Weltpremiere“. Mit insgesamt rund 200 Kindern beteiligen sich alle Kitas im Gemeindegebiet, die GGS und GHS Aldenhoven und die Gesamtschule Aldenhoven-Linnich. Das Konzept für das bunte Kunstprojekt stammt aus der Feder von Schumacher, Sponsoren wie die Indeland GmbH, RWE oder die Sparkasse Düren haben ihre Unterstützung zugesagt.

Worum geht es? Die kleinen Künstler sind aufgerufen, Schilder zu entwerfen, zu basteln und zu malen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aufgestellt werden die Werke ähnlich wie Verkehrsschilder mit an Gartenrundpfosten befestigten Platten. Jede Kita-Gruppe und jede Schulklasse gestaltet eine Rasenparzelle im Römerpark als Tafelinsel, die von der Gemeinde mit Rindenmulch ausgelegt wird.

„Die Schilderwald-Konzeption ergänzt das schulische Lernen, eröffnet Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Kunst, Kultur und dem realen Alltag, unabhängig von Herkunft, Nationalität, Religion und dem sozialen Status“, so Schumacher. Er hob die kognitiven Fähigkeiten der „lieben Kleinen“ heraus, die „schon früh einen Mercedes-Stern oder den Hahn auf einer Kelloggs-Packung erkennen“.

Während die Nachwuchskünstler derzeit emsig an ihren Tafeln werkeln, fertigte Schumacher bei der Projektvorstellung im Aldenhovener Rathaus ein beispielhaftes Schild an. Aus dem Verbotszeichen für Fahrzeuge aller Art als Korpus, einem Verbot der Einfahrt als Kopf, der Spitze eines gelben Umlenkungspfeiles als Schnabel und einem aufgeklebten Auge entstand im Handumdrehen ein „schräger“ Vogel, denn er war nicht ganz gerade ausgerichtet.

Die Ergebnisse, die am Freitag, 20. Mai, um 14 Uhr im Kunstfeld des Römerparks präsentiert werden, dürfen mit Spannung erwartet werden.

(ptj)