Linnich: Kieswerk: Abbaupläne blockieren Trassenführung und Gewerbegebiet

Linnich: Kieswerk: Abbaupläne blockieren Trassenführung und Gewerbegebiet

Zu großen Diskussionen hat im Linnicher Stadtentwicklungsausschuss ein Beschlussvorschlag zur Änderung des Flächennutzungsplanes geführt. Der Antrag kam von der Firma Feiter, die seit 25 Jahren „Im Gansbruch” in Linnich eine Kiesgrube zur Rohstoffversorgung des eigenen Betonsteinwerks betreibt.

Die Kiesvorräte in der Grube werden einen Abbau voraussichtlich nur noch bis Ende des Jahres ermöglichen. Die Firma ist daher auf die Erschließung neuer Kiesvorkommen angewiesen.

Die ursprünglich geplante Erweiterung der Abbaufläche in südöstlicher Richtung des Betriebes ist nicht möglich, da die Fläche durch den Rursprung gequert wird und keine wasserrechtliche Erlaubnis zu bekommen war. Deshalb möchte das Unternehmen eine neue Abbaufläche erschließen, die sich in nordwestlicher Lage zum bestehenden Werk befindet.

Der geplante Abgrabungsbereich sollte im Flächennutzungsplan an diesem Sitzungsabend planungsrechtlich gesichert werden. Denn: Eine echte Alternative zu dieser Abbaufläche sei nicht gegeben, teilte die VDH-Projektmanagement GmbH mit, die sich im Auftrag der Firma mit der Planung beschäftigt. Sie forderte einen schnellen Entschluss des Ausschusses.

Der blieb allerdings aus. Der Ausschuss sieht in dem von der Firma beanspruchten Gebiet die einzige Erweiterungsmöglichkeit des Gewerbegebiets. Außerdem würden eine Trassenführung der L253 zur B57 durch diesen Bereich verhindert.

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