Katholische Frauengemeinschaft Ortsgruppe Rurdorf

Frauenpower in der kfd : 50 Jahre die Gemeinde in Rurdorf geprägt

Die Ortsgruppe Rurdorf der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat zum 50-jährigen Bestehen die Sektkorken knallen lassen. Zu der Feier strebten zahlreiche Gäste, um den Rurdorfer Frauen zu gratulieren. Und bald steht ein Generationenwechsel an.

Über die Jahrzehnte haben die Frauen die Gemeinde mitgestaltet. Dies verdeutlichten die Vorsitzende Annekäthe Winkels sowie Vorstandsmitglied Annemie Zehrer vor zahlreichen Gästen im Pfarrhaus.

Gegründet wurde die Frauengemeinschaft von Maria Schiffer. „Unser damaliger Pfarrer Arnold Burgers befürwortete die Initiative. Er freute sich auf die Rurdorfer Frauenpower“, sagte Winkels. Im Folgejahr fand dann neben anderen Veranstaltungen die erste Adventsfeier statt. Hier ist in dem damaligen Pfarrbrief des Pastors, der im Pfarrhaus zusammen mit alten Fotografien ausgestellt wurde, zu lesen: „Es ist angebracht, auch die Frauengemeinschaft zu erwähnen, die in sehr kurzer Zeit eine sehr große Entwicklung durchgemacht hat. Sie ist kaum noch aus unserer Gemeinschaft wegzudenken.“

Bei der Feier war auch der Enkel der Gründerin Maria Schiffer, der amtierende Schützenkönig der Sankt Pankratius-Schützenbruderschaft, Helmut Schiffer, anwesend. „Die Frauengemeinschaft war ihr Leben“, sagte er zu seiner Großmutter und weiter: „Ich bin als Kind oft dabei gewesen. Sie hat es nicht für sich selbst, sondern für die anderen getan. Das war ihr wichtig.“

Mit den Jahren etablierte die Frauengemeinschaft Altennachmittage, Bastelangebote, Karnevalssitzungen, Ausflüge, Andachten, Gottesdienste und mehr. Dazu erläuterte Winkels: „Man muss auch sagen, dass alle Angebote bis heute gut angenommen werden.“

Schließlich fand die letzte Karnevalssitzung im Jahre 2016 statt. Auch die Seniorenstube ist im Jahr 2004 weggefallen. Noch heute werden die über 80-Jährigen des Dorfes von den Frauen besucht und bekommen zur Weihnachtszeit kleine Präsente. Darüber hinaus trägt die Katholische Frauengemeinschaft weitere Verantwortung. „Wir besuchen die Kranken des Dorfes zu Hause. Wir weinen mit ihnen und lachen, wenn es wieder gut ist“, sagte Winkels.

Gleichzeitig wurden Frauengesprächskreise und zahlreiche Ausflüge neu geschaffen.

Damit liegen 50 Jahre Arbeit, Freude und Gemeinschaft hinter der kfd-Ortsgruppe Rurdorf. Neben Sekt, Canapés und einigen Geburtstagsständchen hielten viele Besucher eine kleine Rede auf das Schaffen der Rurdorfer Frauen.

Gute Geister der Gemeinde

„Eine Jede der Frauengemeinschaft ist ein Juwel. Sie sind der gute Geist der Gemeinde“, sagte beispielsweise Diakon Theo Schmitz. Auch Ortsvorsteher Jürgen Schütz bekundete: „Sie sind der Dorfgemeinschaft eine wichtige Stütze. Ihre Arbeit ist gefragter als je zuvor.“

„Ich freue mich so sehr, dass wir heute hier feiern können und sich Frauen untereinander stärken“, sagte Gemeindereferentin Getrud Roeb und weiter: „Ich wünsche mir, dass es weitergeht. Wenn auch anders.“

Denn der Grund für die Jubilarfeier war nur teilweise das 50-jährige Bestehen. Dies ist nämlich eigentlich erst im November. Aber kommende Woche, bei der nächsten Mitgliederversammlung, findet in der Frauengemeinschaft Rurdorf ein Generationenwechsel statt. Denn der aktuelle Vorstand sowie die Mitarbeiterinnen werden sich nicht mehr zur Wahl stellen. „Was jetzt kommt, wissen wir nicht“, sagte aktuelles Vorstandsmitglied Annemie Zehrer und Winkels stimmte zu: „Wir müssen die junge Generation gewähren lassen.“

Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinigungen habe die Frauengemeinschaft in ihren Mitgliederreihen keine Nachwuchsprobleme. Somit sehen Zehrer und Winkels, die seit 1982 Vorstandsmitglieder sind, keine Hindernisse für eine Neubildung des Vorstandes und blicken optimistisch in die Zukunft.

(mio)
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