Niederzier: Junge Wissenschaftler lüften Geheimnisse

Niederzier: Junge Wissenschaftler lüften Geheimnisse

Als erster Kindergarten in Niederzier wurde das Familienzentrum an der Rathausstraße in Niederzier am Montag mit dem Titel „Haus der kleinen Forscher” ausgezeichnet. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher” ist eine bundesweite Bildungsinitiative, die unter anderen vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.

Ziel ist es, die alltägliche Begegnung mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in allen Kindertagesstätten und Grundschulen zu verankern. Im Kreis Düren engagieren sich im Netzwerk die städtischen und die Awo-Kindergärten als Kooperationspartner.

Forscherkittel und Schutzbrille

Mit weißem Forscherkittel, blauer Schutzbrille und sehr ernstem Gesichtsausdruck führten die Kinder in Niederzier ihr Experiment zur Verdeutlichung der Oberflächenspannung des Wassers vor. Seit über einem Jahr gehen die Knirpse in der Kindertagesstätte ihrer Leidenschaft nach, die Rätsel der Welt zu lösen. So extrahierten sie aus frischem Lavendel den Duftstoff und kreierten ihr eigenes Parfüm, und sie testeten ausführlich den Luftantrieb bei kleinen Spielzeugautos. Das Experimentieren und Erkennen hat sich für die angehenden Wissenschaftler gelohnt, denn seit Beginn der Woche ist das Familienzentrum nun offiziell als „Haus der kleinen Forscher” zertifiziert.

„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung. Liebe Kinder, bleibt weiter so neugierig”, freute sich Leiterin Michaela Pallacz, als sie die Urkunde von Netzwerkkoordinatorin Alice Schlößer entgegennahm. Um die Auszeichnung zu erhalten, mussten die Kinder zwei Projekte zum Thema Wasser und Luft dokumentieren und dazu bereits 20 Experimente durchgeführt haben.

Viele Experimente

Was geschieht mit dem Wachs, wenn eine Kerze brennt? Was ist Luft, und wie kann man verschmutztes Wasser reinigen? Auf viele Fragen sind die beiden Erzieherinnen Nadine Glasmacher und Renate Tirtey in den Experimentierstunden im letzten Jahr eingegangen. Das Interesse an den Experimenten sehr groß. „Selten gab es ein Angebot, das mit dieser Begeisterung angenommen worden ist”, ist Michaela Pallacz noch beeindruckt vom Forschergeist, der selbst die Eltern erfasst hat.

Selbst Bürgermeister Hermann Heuser konnte von den jungen Forschern etwas lernen. Auf die Frage, warum sich der Luftballon auf der Flasche einfach aufbläst, gab es prompt die Erklärung. In der Flasche ist Essig, stülpt man einen Ballon über die Flasche, reagiert das Pulver mit der Flüssigkeit. Es entsteht Kohlendioxid - und der Ballon wird „aufgepustet”.