Rödingen/Jülich: Junge Union Titz zum Castor: „Kein Zwischenlager”

Rödingen/Jülich: Junge Union Titz zum Castor: „Kein Zwischenlager”

Der Vorsitzende der Jungen Union (JU) Titz, Nico Jülich, kritisiert die Resolution des Kreistages, wonach die Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Abfall in Jülich bleiben sollen. „Unsere Politiker im Kreis Düren können doch nicht ernsthaft daran interessiert sein, ein neues Zwischenlager auf dem Gelände des Forschungszentrums zu bauen”, wundert sich Jülich.

Mit der auslaufenden Genehmigung für das bestehende Zwischenlager im Juli 2013 sei es wichtig, dass die atomaren Altlasten von Jülich nach Ahaus gebracht werden, wo es für die 152 Castoren ausreichend Platz gäbe und sich das Personal ebenfalls sehr gut mit diesen Behältertypen auskenne. Für einen Neubau in Jülich reiche die Zeit ohnehin nicht mehr aus.

Ein genehmigungsloser Zustand müsse verhindert werden. „Wer würde für ein nicht genehmigtes Zwischenlager die Verantwortung übernehmen?”, fragt Jülich „Sowohl die über 4600 Beschäftigten im Forschungszentrum als auch die Bevölkerung im Jülicher Land haben ein Recht darauf, dass alles, was in Zusammenhang mit diesem hoch sensiblen Material geschieht, auch mit Recht und Gesetz vereinbar ist”, so Jülich.

In der Tatsache, dass viele Millionen Euro in den Neubau eines Zwischenlagers in Jülich investiert werden sollen, sieht er einen Beleg dafür, dass die rot-grüne Landesregierung den Kreis Düren langfristig als Atommülllager etablieren wolle. „Dass kann und darf nicht der Wille des Bürgers hier im Jülicher Land sein”, betont der Titzer JU-Vorsitzende. „Und wenn Grüne und Linke kritisieren, dass die Transporte durch Polizeieinsätze zur Streckensicherung mit rund 60 Millionen Euro zu kostspielig seien, dann fordere ich sie auf, die Proteste, die bei einigen Demonstranten in unberechenbare Wut- und Gewaltanfälle ausarten, nicht weiter anzufachen”.

Auch der Dürener Kreisverband der JU macht Front gegen eine weitere Lagerung. In einem Brief an den CDU-Kreisvorsitzenden Karl Schavier (Inden) schreiben sie: Die Positionierung der CDU Kreistagsfraktion zu dieser, durch die Grünen eingebrachten Resolution halten wir für falsch.” Die Junge Union befürworte die Transporte als die „einzig realistische Option”, um auch den Bau eines bundesweit vierten Zwischenlagers in Jülich zu verhindern.