Hambach: Junge Karnevalsgesellschaft: Böschremmele feiern Premiere

Hambach: Junge Karnevalsgesellschaft: Böschremmele feiern Premiere

Eine besondere karnevalistische Premiere feierte die KG Böschremmele im Festzelt am Hambacher Hof. Erstmals stellte die Gesellschaft, die aus der Laienspielgruppe hervorging und seit zwei Jahren als waschechte KG auftritt, ein eigenes Dreigestirn vor. So etwas hat es in dem kleinen Ort seit mehr als 40 Jahren nicht mehr gegeben.

Damals existierte eine Karnevalsgesellschaft namens „Narrenzunft“, wie Prinz Jürgen Sieben bei der stimmungsvollen Proklamation erzählte. Da die Böschremmele Wert auf Traditionen legen, sucht man nach Überbleibseln der ersten Hambacher KG, beispielsweise eine Standarte. Neue Traditionen wurden anlässlich der Proklamation auch gleich eingeführt.

So erhielt Sitzungspräsident Andy Vontz, der aufgrund des Prinzenamtes von Jürgen Sieben in dieser Session auch den Präsidenten mimt, eine funkelnde, nagelneue Präsidentenkette. Doch im Mittelpunkt des Interesses stand an diesem Vormittag die Vorstellung des närrischen Herrschertrios: Prinz Jürgen Sieben, Jungfrau Manfred „Frederike“ Goertz und Bauer Helmut Cremer. Ihnen stehen als Adjutanten Frank Wittkugel, Mario Amft und Hans-Gerd Herzogenrath zur Seite. Die Tollitäten wurden mit Zepter, Handspiegel und Dreschflegel ausgestattet.

Es war schon ein prächtiges Bild, als die „Böschremmele“ mit allen „Weißröcken“, Tanzgarden und Solomariechen Lea Sieben, begleitet von der Kapelle Hubra, ins Festzelt einzogen. Die Tanzabteilung ist der ganze Stolz des Vereins. Vor zwei Jahren startete man mit sieben Tänzerinnen, jetzt sind es bereits 33 in den drei Gruppen Ellbachspatzen, Ellbachfunken und „Girls United“.

Dazu kommt Solistin Lea Sieben, die ihren Vater, den Prinzen, bei ihrer Darbietung das eine oder andere Tränchen verdrücken ließ. Überhaupt waren bei dieser Inthronisation viele Emotionen im Spiel, da wurde auch unter Männern herzlich gebützt und der langen Freundschaft überschwänglich Ausdruck verliehen.

(dol)
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