Jugendjazzorchester NRW spielt im Kuba in Jülich

Konzert im Kuba : Jugendjazzorchester kommt zum dritten Mal nach Jülich

Wenn eine Formation junger Jazzmusiker auf nordrhein-westfälischen Bühnen perfekt harmoniert und mit ihrer Spielfreude auch überzeugte Jazzskeptiker zum Swingen bringen, dann handelt es sich nicht selten um das Jugendjazzorchester NRW.

Dem Jülicher Jazzclub ist es gelungen, das renommierte Ensemble zum dritten Mal nach Jülich zu lotsen und die hiesige Kulturszene wieder einmal mit einem musikalischen Highlight zu bereichern. Im gut besuchten Konzertraum des Kulturbahnhofs genossen die Zuhörer neu arrangierte Interpretationen großer Künstler wie Astor Piazzolla und Ralf Hesse.

Dirigiert wurde die Big-Band von Gabriel Pérez, der mit den Qualitäten eines echten Showmasters das Publikum durch den Abend führte. Pérez, der zum zweiten Mal das Orchester im Kuba begleitete, ist einer von vier künstlerischen Leitern des international erfolgreichen Orchesters. Viele der jungen Musiker nutzen das JJO als Sprungbrett in die professionelle Musikerkarriere.

Posaunist, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Vereins Reinhold Wagner war sich sicher, „die sind noch besser als voriges Jahr“. Gabriel Pérez bestätigte bei einer gemeinsamen Pausenrunde diese Einschätzung.

Der gebürtige Argentinier studierte an der Musikhochschule Köln klassische Musik, begeisterte sich jedoch bald schon für den Jazz. „Jazz ist Improvisation, nicht so statisch wie klassische Musik“, erklärte der Dirigent seine Vorliebe zu jener Musikstilrichtung und versprach: „Wir kommen gerne wieder nach Jülich, wenn wir eingeladen werden“. Der im Jülicher Umfeld selbst äußerst aktive, mittlerweile 125 Mitglieder starke Jazzclub Jülich wird nach dem Genuss dieses musikalischen Erlebnisses ein solches Angebot sicherlich gerne annehmen.

(jad)