Jülich: Jülicher Weinfest: Winzer von 16 Weingütern und aus vier Anbaugebieten

Jülich: Jülicher Weinfest: Winzer von 16 Weingütern und aus vier Anbaugebieten

Weinlieber aus Nah und Fern haben das Jülicher Weinfest seit Jahren als festen Termin in ihrer Jahresplanung notiert. Die 17. Wiederholung steht kommende Woche an.

Ab 14. Juli, 18 Uhr, wird mit der Entkorkung einer Methusalem-Sektflasche durch die Rheinhessen Weinprinzessin Patricia Palums und Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs der Weinsommer 2016 auf dem Schlossplatz eröffnet. Das Weinfest dauert bis zum Sonntag.

„Das ist ein heißer Jahrgang“, sagen die Winzer von 16 Weingütern aus den Anbaugebieten Nahe, Mosel, Pfalz und Rheinhessen über den Jahrgang 2015, den sie auf dem Jülicher Weinfest anbieten. Heißes Jahr und heißer Jahrgang im wahrsten Sinne des Wortes. „An solche Temperaturen und Trockenheit im Frühjahr letzten Jahres können sich auch die Alten unter den Winzern nicht erinnern“, weiß Weinprinzessin Patricia Palums. Dass die Erntemengen im Vorjahr angesichts der Trockenheit geringer ausfielen, war den Winzern früh klar. Zu diesem Zeitpunkt konnte man indes nur auf einen großen Jahrgang hoffen.

Vorteil der heißen Witterung und der Trockenheit war das Ausbleiben der so genannten Kirschessigfliege, die dem Jahrgang 2015 keinen Schaden zufügen konnte. Auch die kurze, aber heftige Regenperiode Anfang September schadete den Trauben nicht, denn Wind und Sonne sorgten für ein schnelles Abtrocknen, so dass sich keine Fäulnis bilden konnte. „Und die kühlen Nächte brachten die Aromen der Beeren zur Entfaltung“, rundet Weinprinzessin Patricia Palums die „Geschichte“ des Jahrgangs 2015 ab.

Die kerngesunden und vollreifen Beeren hätten aromatische, fruchtbetonte Weiß- und gehaltvolle Rotweine gebracht. Und Freunde edelsüßer Weine können sich in Jülich auf viele hochwertige Spezialitäten freuen. Zum Beispiel bei den sehr beliebten Themenverkostungen, die am Freitag und Samstag vor der Bühne auf dem Schlossplatz mit der Nahe-Weinprinzessin Franziska Finkenauer angeboten werden. Wonach Gewürztraminer schmecken oder aber ein Muskateller, diese Fragen werden freitags von 16 Uhr bis 18 Uhr nicht nur beantwortet — man kann sie auch „erschmecken“. Freude von leichten und frischen Terrassenweinen sollten sich den Samstag (15 bis 17 Uhr) vormerken, dann bieten die Winzer vor der Bühne alkoholarme Weine für den Feierabend oder zur leichten Küche zur Verkostung an.

Natürlich stehen auch die Winzer an ihren Ständen Rede und Antwort. Wer allerdings „geführt probieren“ möchte, den lädt Franziska Finkenauer zu einer einstündigen Weinprobe (Sonntag, 15 Uhr) durch die vier Anbaugebiete ein. Die Kosten betragen fünf Euro pro Person; Anmeldungen über www.weinsommer.de/Juelich.

Veranstalter ist wiederum das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz.

An den ersten drei Event-Tagen werden die Gäste abends musikalisch unterhalten, ob Oldies, Jazz, Swing, Blues, Bossa Nova, Reggae und Pop. Auch das kulinarische Angebot ist groß.

Einen Tipp hat die Nahe-Weinprinzessin Franziska Finkenauer für die Verkostung auf dem Schlossplatz zur Hand: „Weißwein kommt vor Rotwein, leicht vor schwer, trocken vor süß.“

(hfs.)