Jülich: Jülicher Weihnachtsmarkt: „Das Alltagsgeschäft muss weiter gehen“

Jülich: Jülicher Weihnachtsmarkt: „Das Alltagsgeschäft muss weiter gehen“

Hans Pinell, der Leiter des Jülicher Ordnungsamtes, sieht nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt derzeit kein erhöhtes Gefährdungspotenzial für den Weihnachtsmarkt in der Jülicher Innenstadt, der durch umgebende Parkstreifen recht gut vor möglichen Angriffen durch ein Fahrzeug abgeschirmt wäre.

Gleichwohl hält Pinell engen Kontakt zur Polizei und zum Betreiber des Weihnachtsmarktes. Melanie Mallmann von Pressestelle der Kreispolizeibehörde in Düren hält Kontakt zu den Kommunen mit Weihnachtsmärkten. Sie berichtet, dass in enger Absprache aktuell geklärt werde, zusätzliche Hindernisse an den Zufahrten zu den Märkten aufzubauen. Zudem würden die Bezirksbeamten dort verstärkt patroullieren.

Erst ab 17 Uhr sei an den Einsatz von schwer bewaffneten Kräften gedacht, die mit Maschinenpistolen bewaffnet und mit Schutzwesten ausgestattet dort Streife gehen werden. „Das Alltagsgeschäft muss weiter gehen“, würden indes nur Beamte für den Weihnachtsmarkt-Einsatz abkommandiert, die aktuell keine anderen dringlichen Aufgaben zu erledigen haben.

Beim Gang über den Jülicher Weihnachtsmarkt war der Anschlag in Berlin natürlich das Gesprächsthema Nr. 1. Kritische Äußerungen galten dabei insbesondere dem unkontrollierten Zugang von Flüchtlingen in unser Land, was der jüngsten Entwicklung Vorschub geleistet habe. Die Angst, dass es auch den Jülicher Markt treffen könne, war dagegen gleich Null, sonst hätten sich die Menschen, die gerade den Makt besuchten, dort ja kaum blicken lassen.