Jülich/Oberpfaffenhofen: Jülicher Troposphärenforscher in der „Waschmaschine“ der Atmosphäre

Jülich/Oberpfaffenhofen: Jülicher Troposphärenforscher in der „Waschmaschine“ der Atmosphäre

Das Forschungsflugzeug Halo des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) startet am 21. Juli in Richtung Zypern, Malediven und Indien. Mit an Bord sind zwölf Instrumente für die Flugmesskampagne OMO (Oxidation Mechanism Observations).

Klimaforscherinnen und -forscher wollen mit dem Projekt untersuchen, wie sich Schadstoffemissionen am Erdboden durch hochreichenden Transport (Konvektion) im asiatischen Sommermonsun auf die chemischen Selbstreinigungskräfte der Atmosphäre auswirken. Beteiligt sind auch Jülicher Troposphärenforscher.

„Während des Monsuns herrschen andere Verhältnisse in der Atmosphäre, untere Luftschichten werden quasi angesaugt und in höhere Bereiche transportiert“, erläutert Dr. Andreas Hofzumahaus vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung. Dadurch gelangen auch große Mengen an Luftschadstoffen wie Stickoxide und Kohlenwasserstoffe in die obere Troposphäre, also bis in eine Höhe von 15 Kilometern. Wie sie sich dort verteilen und die Konzentration der Hydroxyl(OH)-Radikale beeinflussen, wollen die Wissenschaftler mit der OMO-Messkampagne herausfinden. Das Hydroxyl(OH)-Radikal sorgt als „Waschmittel“ dafür, dass sich die Atmosphäre selbst von vielen Spurengasen reinigen kann.

HALO unternimmt von Zypern aus Messflüge entlang der Westküste Indiens und wird Anfang August auf den Malediven stationiert; von dort folgen Messflüge entlang der Ostküste Indiens in Richtung Golf von Bengalen.

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