Jülich: Jülicher Tafel: Spenden und Sponsoren ermöglichen neues Kühlfahrzeug

Jülich: Jülicher Tafel: Spenden und Sponsoren ermöglichen neues Kühlfahrzeug

Eine große Sorge ist die Jülicher Tafel los. Der Verein, der sich darum kümmert, dass Bedürftige mit gesunder Nahrung versorgt werden, hat endlich ein neues Kühlfahrzeug. Zahlreiche Sponsoren und Förderer haben sich zusammengetan, um die 84.000 Euro aufzubringen, die das Fahrzeug laut Listenpreis kostet.

Mit dem Kühlfahrzeug fahren die Mitarbeiter der Tafel die Supermärkte an, um Nahrungsmittel entgegenzunehmen, die sonst aussortiert würden, aber immer noch gut sind. „Mit dem neuen Fahrzeug können wir weiter sicherstellen, dass die gesetzlich vorgeschriebene Kühlkette nicht unterbrochen wird“, sagte die Vorsitzende Maria Güldenberg. „Das alte Fahrzeug war mittlerweile zu einem Groschengrab geworden“, führte sie aus, warum der neue Transporter notwendig geworden war.

Die Hälfte der Summe stellte Mercedes Benz im Rahmen seines Tafel-Sponsorings zur Verfügung. „Da mussten immer noch 40.000 Euro gestemmt werden. Das ist ziemlich dickes Geld, wenn man bedenkt, dass wir keine Einnahmen erwirtschaften“, erklärte Güldenberg. 10.000 Euro stellte die Supermarktkette Lidl zur Verfügung, mit Geld aus der Pfandspendeaktion. Per Knopfdruck entscheiden die Kunden bei der Pfandrückgabe, ob sie das Geld spenden.

Neben einigen stillen Spendern haben folgende Unternehmen und Einrichtungen dabei geholfen, die restlichen 30.000 Euro aufzubringen: Allianz Vertretung Gutrath und Kollegen, AWO Jülich-Koslar, DASGIP Information and Process Technology, Enrichment Technology, F.-J. Schleiden, Formenbau Schmitz, Hans Lamers Stiftung, die Lions Clubs Jülich Gavadiae und Juliacum, die Raiffeisenbank Erkelenz, S + T Reprotechnik, die Sparkasse und die Stadtwerke Jülich. „Wir sind stolz und glücklich, dass es uns gelungen ist, den Wagen dank vieler Helfer möglich zu machen“, sagte Güldenberg.

Die Kunden der Tafel können sich montags, mittwochs und freitags zwischen 15 und 17 Uhr im Laden an der Lorsbecker Straße 22a mit Nahrungsmitteln versorgen. Dafür braucht die Tafel weiter Hilfe und sucht laut Güldenberg händeringend nach Mitarbeitern. So seien derzeit vier der fünf bewilligten Bundesfreiwilligendienst-Stellen noch zu besetzen.

(jan)
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