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Für die Opfer des Hochwassers: Jülicher spenden mehr als 75.000 Euro

Für die Opfer des Hochwassers : Jülicher spenden mehr als 75.000 Euro

Groß war die Bereitschaft der Jülicher, für Opfer des Hochwassers in ihrer Nachbarschaft zu spenden. Nun sollen diese Gelder verteilt werden. Die Stadt Jülich nimmt Anträge ab sofort entgegen.

„Wir sind beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Jülicher Bevölkerung, die nicht nur mit Händen angepackt oder mit Werkzeug angerückt ist, sondern auch das Portemonaie gezückt und Geld gespendet hat“, sagt Martin Schulz, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Jülich, über die Höhe des Betrags, der auf das Spendenkonto der Stadt Jülich eingegangen ist.

Binnen einer Woche sind bisher über 75.000 Euro zusammengekommen – eingezahlt von insgesamt fast 200 Spendern mit kleineren und größeren Einzelbeträgen. In vielen Geschäften in der Innenstadt, in der Stadtbücherei, im Kulturbahnhof und im REWE-Markt im besonders vom Hochwasser betroffenen Heckfeld werden zahlreiche Sammeldosen fleißig gefüllt.

Auch wenn die Stadt Jülich durch eine Verkettung gleich mehrerer glücklicher Umstände nicht komplett geflutet wurde, sind die Schäden vor allem an den Anliegerstraßen der Rur und in den Stadtteilen Barmen und Kirchberg beträchtlich. Viele Familien sehen sich einer persönlichen Katastrophe gegenüber, die nicht immer finanziell auszugleichen ist. Fehlt dann zudem auch noch der Versicherungsschutz oder jede weitere Schadensausgleichmöglichkeit, stehen manche vor nur schwer lösbaren Problemen. Um diese Familien ein klein wenig finanziell zu entlasten, wurde das Spendenkonto der Stadt Jülich eingerichtet.

Damit die eingesammelten Spendengelder bestmöglich und zeitnah verteilt werden können, bittet die Stadt Jülich Betroffene darum, ähnlich wie für die Soforthilfe des Landes NRW in einem kurzen Antrag bis zum 4. August den Bedarf und die Umstände zu erklären, die eine gerechte Verteilung ermöglichen. Diese soll dann ab Mitte August zügig realisiert werden.

Das dafür notwendige Formular ist ab Mittwochmorgen auf der Webseite der Stadt Jülich unter www.juelich.de zu finden. Es kann per Post an Stadt Jülich, Große Rurstr. 17, 52428 Jülich geschickt, an der Rathaustheke abgegeben oder per E-Mail an hotline@juelich.de gesendet werden.

(red)