Jülich: Jülicher Propsteichor ehrt langjährige Mitglieder

Jülich: Jülicher Propsteichor ehrt langjährige Mitglieder

Die heilige Cäcilia soll eine hübsche adlige Römerin gewesen sein, die sich schon als Kind allein Christus angetraut fühlte. In jedem Fall ist sie Schutzpatronin von rund 15.000 katholischer Kirchenchören in Deutschland. Deshalb feiern diese ihr jährliches Chorfest mit musikalisch gestaltetem Gottesdienst in zeitlicher Nähe zum 22. November, dem Gedenktag der Heiligen.

Auch der Jülicher Propsteichor gestaltete das Hochamt und kam im Anschluss mit Ehemaligen und Vertretern der Pfarrleitung zum gemeinsamen Essen im Roncallihaus zusammen. Im offiziellen Teil des Festes ehrte Teamsprecherin Monika Dahmen vier Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft in einem Cäcilienchor und überreichte ihnen Präsente und Urkunden vom Diözesan-Cäcilienverband Aachen. Stolze 60 Jahre, und zwar seit ihrem 14. Lebensjahr, singt Christel Mönnich in einem Cäcilienchor.

Welche Wichtigkeit der Chorgesang für sie hat, zeigt ihre ehemalige Sängertätigkeit in Chören in räumlich weit voneinander entfernten Städten wie Köln und Oldenburg. Seit 1989 singt sie bereits im Stetternicher Kirchenchor, seit 2015 zusätzlich im Propsteichor. „Bemerkenswert ist, wie sie mit ihrer Krankheit umgeht, sie kommt trotzdem immer“, betonte Dahmen, die Mut und Kraft der Geehrten herausstellte und in diesem Zusammenhang auch gleich Mönnichs Ehemann dankte, der stets als „Taxifahrer eingespannt ist“.

Für 40 Jahre Sängertätigkeit wurden der „Kölsche Jong“ Josef Kaßel und Helmut Groebel (beide Tenor) ausgezeichnet. Letzterer übernahm den Vorsitz, als Günter Cremer sein Amt krankheitsbedingt übergab. Für 25 Jahre Kirchenchorgesang wurde Margret Mutschler geehrt, die in ihrer „stillen, freundlichen Art“ die Stimmlage Alt im Propsteichor unterstützt.

Ferner wirbt Chorleiter Christof Rück für weitere Projektsänger in einem für November 2017 geplanten Kooperationsprojekt der GdG Jülich mit der GdG Refrath, in dem „der Chor als Basis beteiligt“ sein soll. Die Rede ist von der Aufführung des großen Oratoriums „Elias“ von Mendelssohn-Bartoldy. Bis Januar können sich Interessierte als Sänger im Probenchor bewerben bei c.rueck@heilig-geist-juelich.de

(ptj)