Jülicher Professor Syed M. Quaim erhält Auszeichnung

Jülich/Doha: Jülicher Nuklearforscher erhält Auszeichnung

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Syed M. Qaim aus Jülich erhielt im November die Anerkennungsplakette der Veranstalter der „9th International Conference on Isotopes and Expo (9 ICI)“ in Doha, Katar. Damit gewürdigt wurden seine vielfältigen Beiträge zu der Tagung — unter anderem Mitgestaltung des Programms, Vorträge und Diskussionsleitung.

Die Tagung wurde unter der Schirmherrschaft der „World Council of Isotopes (WCI)“ in Kooperation mit der katarischen Physikgesellschaft (QPS), der internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA, Wien) und der amerikanischen Nukleargesellschaft (ANS, Chicago) organisiert. Es nahmen rund 200 Wissenschaftler aus 30 Ländern teil.

Die WCI-Konferenz findet alle drei Jahre in einem anderen Land statt; diesmal wurde sie in Katar gehalten. Im Mittelpunkt stand die Diskussion zur Sicherstellung der Radionuklide für die Patientenversorgung. Andererseits wurde die Notwendigkeit der Entwicklung neuerer Radionuklide für weitere potenzielle Anwendungen in der Medizin, der Umweltforschung und der Industrie intensiv erörtert.

Die Entwicklung neuerer Radionuklide, insbesondere unter Anwendung eines Zyklotrons, stellt derzeit ein sehr aktuelles Forschungsfeld dar, vor allem für die Positronenemissionstomographie (PET). Auf diesem Gebiet spielt die Nuklearchemie im Forschungszentrum Jülich eine führende Rolle.

Professor Qaim, der als Pensionär seinem alten Institut im FZJ noch immer beratend zur Seite steht und Lehrbeauftragter der FH Aachen (Campus Jülich) ist, referierte während der Tagung über die neuesten Entwicklungen bezüglich der PET-Radionuklide. Das moderne bildgebende Verfahren PET findet rapide Verbreitung, sogar in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Auch in Katar ist vor kurzem ein PET-Zentrum etabliert worden.