Jülich: Jülicher „Notsi(n)gnal“ ist beste Unterhaltung

Jülich: Jülicher „Notsi(n)gnal“ ist beste Unterhaltung

Unter der Leitung von Judith M. Konopka war das Konzert des Ensembles „Notsi(n)gnal“ der Renner trotz des Frühlingsfestes in der Innenstadt: Volles Haus, keine Karten mehr für das Konzert in der Schlosskapelle.

Bunt gemischt das Publikum in allen Alterskategorien vom Säuglings- bis zum Seniorenalter — es passte alles. Die Freude an der Musik, an dem a-Cappella-Gesang verband den Chor mit seinem Publikum und bescherte allen Beteiligten einen wunderschönen und harmonischen Konzert-Nachmittag.

Die Chorsänger beherrschen ihr Metier, singen mit großer Freude und lassen den Funken überspringen. Schon der musikalische Begrüßungssong „Nette Begegnung“ nahm die Zuhörer mit auf die musikalische Reise durch die Welt der Songs.

Ihr Repertoire umfasst ein breites Spektrum an Liedern, die aus den unterschiedlichsten Genres kommen. Aktuelle Filmmusik, Klassiker aus Pop und Rock sind den Sängerinnen und Sängern geläufig, bekanntes und unbekanntes Liedgut wird aufgegriffen und bestens präsentiert. Kleine intonatorische Probleme wurden charmant überspielt und überraschend schnell in den Griff gebracht.

Die Begeisterungsfähigkeit und der Spaß an dem gemeinsamen Musizieren nimmt man den Akteuren sofort ab. Sie sind offen für Neues und Ungewöhnliches. So freuten sich die Zuhörer über ungewohnt rhythmische afrikanische Klänge, bei denen die Liebesgeschichte gefangen nahm und die Sehnsucht deutlich wurde.

Besonders die zwei Beiträge aus der Filmproduktion „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, die von den Damen des Chores solistisch in Szene gesetzt wurden, weckten Emotionen und beeindruckten sehr.

Wehmutstropfen begleiteten den solistischen Beitrag des Sängers Uli Steinberg, der mit seinem Song seinen musikalischen Ausstand gab. Freudige Erwartung gab es nach dem „Einstand“ von Rainer Heck, als er sein gesangliches und schauspielerisches Talent mit dem Sting Titel „Moon over Bourbon Street“ bewies. Der Konflikt des Vampirs, sich zwischen Mordlust und Gewissen zu entscheiden, wurde stimmlich und gestisch perfekt von dem Newcomer vermittelt.

Das Konzert von „Notsi(n)gnal“ war ein Hit in der Musikszene in Jülich. Hoffentlich gibt es „Fortsetzung folgt“.

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