Jülich: Jülicher Gästehaus und Park starten verheißungsvoll

Jülich: Jülicher Gästehaus und Park starten verheißungsvoll

Im und am Brückenkopf-Park hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Die Verwaltung der großen Jülicher Freizeiteinrichtung hat erstmals seit 1998 festen Boden unter den Füßen und die Zeit in den „provisorischen“ Containern nach 16 Jahren hinter sich gelassen. Die städtische GmbH arbeitet nun im Gästehaus-Komplex, der ebenfalls im Dezember 2013 behutsam angelaufen ist.

Park und Gästehaus haben nach wenigen Wochen schon eine Gemeinsamkeit: wesentlich mehr Besucher als erwartet. In den ersten fünf Wochen des Jahres lösten bereits fast 4500 Besucher Tickets für den Park und damit fast 3600 mehr als in den ersten beiden Monaten 2013.

Gästehaus-Leiterin Daniela Tremmel in der Gastronomie des Jufa-Hauses Jülich. Foto: Uerlings

Die mit Spannung erwarteten Zahlen des Gästehauses: In bislang nicht ganz acht Wochen zählte die Jufa-Einrichtung knapp 1500 Übernachtungen, nämlich gut 600 im Dezember und 880 im Januar. „Wir sind natürlich sehr erfreut über diesen Zuspruch, vor allem auch unsere Geschäftsführung“, sagt die Jülicher Hausleiterin Daniela Tremmel, die seit sechseinhalb Jahren bei Jufa — der österreichischen Gruppe, die in Europa 50 Gästehäuser betreibt — arbeitet.

Im Januar kam sie aus dem Haus Nördlingen zunächst kommissarisch in den ersten Jufa-Standort in Nordrhein-Westfalen nach Jülich, wo aktuell 13 Beschäftigte arbeiten. Tremmel: „In der Hauptsaison sind es sicher 20 bis 25.“ Und sie freut sich doppelt: „Wir haben wirklich sehr erfreuliche Rückmeldungen von unseren Gästen erhalten.“

Derzeit wird mit Hochdruck am Energieerlebnis-Pavillon gearbeitet, der zur offiziellen Eröffnung des Gesamtkomplexes am 8. März in vollem Umfange nutzbar sein soll. Der vom Stadtrat zum Geschäftsführer bestellte Hajo Bülles hat die 18 Meter bis unter die Decke des Pavillons schon einmal zurückgelegt und prophezeit: „Aus dem Krähennest per Rutsche runter — das wird ein Renner!“ Da aber ausschließlich Sonderanfertigungen verbaut werden, dauert das eben seine Zeit. Die zwölf „Energie“-Spielgeräte und -Exponate lagern in Nürnberg bereits versandfertig und müssen nur abgerufen werden.

Auch der neue Chef hat angesichts der aktuellen Zahlen ein Lächeln auf den Lippen, obwohl er weiß: „Wir haben Winter, der kein Winter ist, mit vielen sonnigen Stunden.“ Da zog es zahlreiche Gäste in den Park, die das Gelände noch über den alten Eingang erreichen. Auch das ändert sich im März, wenn zudem die neue Preisstruktur in vollem Umfang greift. Dann befinden sich die Kassen neben dem Eingang zum Gästehaus.

Chef vom Dienst Heinrich Horrig legte die „frischen Zahlen“ vor: 4461 verkaufte Karten bis Dienstag, inklusive Dauerkartenbesucher und Kinder unter einem Meter Körpergröße. Es kamen so viele Menschen wie lange nicht an einem Jahresbeginn in den Park: 6704. Die Besucher des Gästehauses übrigens werden seit Januar in der Statistik mitgezählt.

Mehr von Aachener Zeitung