Jülich: Jülicher Formation „Gleis 3” wird reanimiert

Jülich: Jülicher Formation „Gleis 3” wird reanimiert

Normalerweise lädt der Jugendtreff B-Haus der evangelischen Kirchengemeinde Jülich drei- bis viermal im Jahr zu einem Rockkonzert ein.

Dies dient nicht nur zur Unterhaltung der jungen Leute, sondern bietet Nachwuchsbands der Region ein hervorragendes Podium, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und erste Bühnenerfahrungen zu sammeln. Dies ist dem Leiter der Jugendeinrichtung Tobias Storms und seinen Teamers ein besonderes Anliegen.

Doch beim letzten Konzert im April gab es eine dicke Panne: Kurz bevor die Veranstaltungen beginnen sollte, sprang der Tontechniker ab, der bis dahin immer verpflichtet worden war. Mit Hilfe der Bands und viel Improvisation konnte das Konzert doch noch stattfinden, aber eine solche Panne wollten die Organisatoren nicht mehr erleben. Eigene Technik sollte her, was sich im Laufe der Jahre auch finanziell rechnen würde. Zum Glück fand sich eine Privatperson bereit, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen und man konnte die Vorbereitung beginnen. Hilfreich stand Manuel Dannhausen Storms und seinem Teamern in der Planungsphase zur Seite.

Er war es auch, der in einem mehrstündigen Crash-Kurs die Teamer in die Anlage einwies und ihnen alles beibrachte, was sie wissen müssen. Damit konnte ein weiteres Konzert steigen, zu dem neben „Evergreen” und „Fjort” - zwei Bands aus Aachen - auch die Jülicher Formation „Gleis 3” reanimiert wurde. Zwei Jahre lang hatten sie nicht mehr gespielt, doch für diese besondere Gelegenheit fanden sie sich noch einmal zusammen und übten im Probenraum der Jugendeinrichtung. Dabei stellten sie dann fest, dass auch das Schlagzeug nicht mehr das allerbeste ist. Ihre CD und „Fan-Artikel” wollten sie deshalb am Abend zum Verkauf anbieten und mit dem Erlös den Grundstock zur Anschaffung einer neuen „Schießbude” legen.

So war es an diesem Abend im B-Haus ein insgesamt ganz besonderes Konzert und das nicht nur in musikalischer Hinsicht.