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Jülich: Jülicher Denkmäler im Blickpunkt

Jülich : Jülicher Denkmäler im Blickpunkt

Drei Tage lang drehte ein dreiköpfiges TV-Team des deutsch-französischen Senders „Arte” unter der Leitung von Sabrina Suberg in Jülich. Das Interesse galt den Baudenkmälern am Brückenkopf und der Zitadelle.

Beide Bauwerke zählen zu den gefährdeten Kulturdenkmälern und erfüllten somit die Voraussetzung für die TV-Aufnahmen. Sie sollen in der neuen Arte-Reihe „SOS - Kulturerbe in Gefahr” in einem rund zehnminütigen Beitrag vorgestellt werden.

Als geeignete Lokalität im napoleonischen Brückenkopf-Park wurden die Süd- und Nordbastion der Freizeitanlage gewählt. Hier ist die Gefahr des Verfalls am deutlichsten bemerkbar. Regenwasser tropft von den Decken der Gewölbe und die Wände präsentieren sich zum Teil in einem von Algen übersäten Grün.

Unter dem Aspekt möglicher Nutzungungen entschieden sich die Verantwortunglichen von „Arte” für eine Aufnahme der beiden Jülicher Baudenkmäler in die neue Sendereihe unter dem Thema „Brücke”. Die Tatsache, dass der Brückenkopf einst als Wehranlage und zur Absicherung des Rurübergangs gebaut wurde, passt zu dieser Thematik.

Conrad Doose vom Förderverein Festung Zitadelle, der die Dreharbeiten begleitete, sprach in einem Interview von den schier unendlichen Nutzungsmöglichkeiten des Brückenkopfes, nicht zuletzt in Nachbarschaft des „Grünen Klassenzimmers”, das mit seinem Wasserschulgarten noch Ausbaupotenzial hat, und den vielen anderen außerschulischen Lernorten im Park.

Insgesamt werden in der Reihe zehn deutsche und zehn französische Objekte vorgestellt, über deren Weiterkommen die „Arte”-Zuschauer entscheiden. Wer in der Zuschauergunst am höchsten liegt - also der deutsche und französische Sieger - erhält jeweils 500.000 Euro für Restaurationsmaßnahmen. Die spannende Schlussabstimmung wird am 15. September live gesendet.