Jülicher Chor Soluna zündet Konfettikanone

Junger Chor aus Jülich : Soluna zündet Konfettikanone

„20 Jahre ist ein großes Jubiläum für uns“, sagte die moderierende Chorsängerin Vera Delahaye im Rahmen des schwungvollen Jubiläumskonzertes des jungen Chores „Soluna“.

In der romantisch beleuchteten Kirche St. Franz Sales bot das 19-köpfige Ensemble inklusive Chorleiterin Petra Dören-Delahaye eine Zeitreise durch 20 Jahre Singen im Chor, „von Klassik zu Pop, von Kirche zu Karnevalsschlagern“.

Schon bei den ersten Tönen des ersten Liedes „Invention“ fing das Publikum im vollbesetzten Gotteshaus mit rhythmischem Klatschen an. Im zweiten Song, „Chöre“ von Mark Forster mit mehrstimmigem Refrain, wurde jeweils an passender Stelle stimmungsvoll die Konfettikanone gezündet.

Der dritte Song war damals der erste bei Soluna, „We are the world“, in einem besonderen Eigenarrangement. „Ganz gerne haben wir auch mal in anderen Sprachen gesungen“, unterstrich Petra Dören-Delahaye. Ein Beispiel für die Mehrsprachigkeit des Chores war die Interpretation des Liedes „The light of the world“ in französisch, englisch, spanisch, italienisch und deutsch.

Aus der intensiveren Musicalzeit von Soluna interpretierten die klangvollen Stimmen des Mädchen- und Frauenensembles das berühmte Intro „The circle of Life“ aus dem Musical „König der Löwen“. Dabei teilte sich der Chor auch optisch auf, eine Gruppe sang das bewegende Lied, eine andere saß im Halbkreis davor und sorgte mit afrikanischen Parts für den ebensolchen Touch. Dabei waren auch Kinder aus den Zuschauerreihen eingeladen, sich „dazuzusetzen und mitzumachen“.

Soluna entwickelte sich in den 20 Jahren innerhalb der Pfarrei „Heilig Geist“ vom Jugendchor zum jungen Chor und gestaltete „immer mal wieder“ musikalisch Messen und andere Gottesdienste, natürlich auch evangelische. Im Jubiläumskonzert konzentrierte sich das Ensemble auf „den katholischen Teil“.

Dabei sang sich der Chor „im Schnelldurchlauf“ mit flotten Interpretationen durch die Liturgie der Heiligen Messe, vom Einzug bis zum Auszug. Zum Mitsingen wurde jeweils die erste Strophe und der Refrain eingeblendet.

Bestandteil des Jubiläumsrepertoires waren auch zwei Pop-Oratorien, an denen Soluna begeistert mitgewirkt hatte – „Die 10 Gebote“, das 2010 mit 2.555 Sängern aus 90 Chören in der Dortmunder Westfalenhalle uraufgeführt wurde, und das Luther-Oratorium zum 500. Reformationsjubiläum 2017, beide aus der Feder des Erfolgsduos Michael Kunze und Dieter Falk. Letzteres war als Tournee gestaltet, mit je eigenem Projektchor – Soluna reiste nach Düsseldorf.

Um einen Eindruck von der tollen Atmosphäre zu vermitteln, spielte der Jubelchor Impressionen auf Leinwand und weitere Stimmen ein. So hörten die begeisterten Zuhörer in St. Franz Sales etwa die Schöpfungsgeschichte: „Und alles war gut und schön wie im Traum. Doch dann kam die Sache mit der Schlange im Baum.“ Oder ein Beispiel aus dem Luther-Oratorium: „Gott liebt dich, kein Kirchbann ändert was daran.“

Weil in den Projekten mit Tausenden von Stimmen in den großen Arenen „reihenweise“ Dirigenten mitwirkten, dirigierte Petra Dören-Delahaye mit weit schwingenden Bewegungen. Auf die Pop-Oratorien folgten Beispiele der Vielseitigkeit des Chores: An ein Abba-Medley schloss sich ein Hit-Mix an, und zum Jubiläum hob man musikalisch „Alle Jläser huh“.

Abschließend wünschte Soluna „Merry Christmas everyone“. Donnernder Applaus belohnte die Sängerinnen für ein beseeltes und lebendiges Konzert. Zum anschließenden Austausch mit Getränken und Snacks luden die Jubilarinnen in die Jugendkirche ein.

(ptj)
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