Festwochenende: Jülicher Bierbörse wieder ein voller Erfolg

Festwochenende : Jülicher Bierbörse wieder ein voller Erfolg

Die 6. Bierbörse in Jülich im Jahr 2019 ist schon in der Vorbereitung. Die Gespräche dafür wurden direkt nach Schließung der neuerlichen zwischen Veranstalter, Stadt Jülich und den Beschickern getätigt.

„Wir können über eine gute und erfolgreiche Veranstaltung sprechen. Die Rahmenbedingungen stimmten, wir ziehen ein mehr als positives Fazit.“ Das sagte am Montagmittag Veranstalter Andreas Born, als der Schlossplatz als Veranstaltungsort der 5. Bierbörse vom Ordnungsamt und der Marketing-Agentur abgenommen wurde.

Auf ein weiteres erfolgreiches Jahr stießen alle nach dem Bieranstich an. Foto: hfs.

Der zeigte sich besonders von den Besucherströmen am Freitagabend nach der Eröffnung angetan. „So viele hatten wir hier in Jülich am ersten Tag noch nie.“ Christian Klems hatte als stellvertretender Bürgermeister den Fassanstich souverän gemeistert. Mit zwei Schlägen saß der Zapfhahn, dass erste Bier konnte fließen. Klems dankte dabei nicht nur dem Veranstalter, „ein solches Event nach Jülich gebracht zu haben“, sondern er richtete auch positive Worte an die Lambertus-Brauerei aus Welz, an deren Stand die offizielle Eröffnung stattfand. „Regionale Produkte sind mehr denn je gefragt. Dazu gehören denn auch die Biere“, unterstrich Frank Albrecht, der, so berichtete er, sich mit der Brauereifamilie Rainer aus Welz zusammen getan hat, um wieder „vor Ort zu produzieren .“

Zurzeit wird das Welzer Bier in der Eifel gebraut. Wo, dies wollte Albrecht, warum auch immer, nicht verraten. „Wir wollen jetzt langfristig wieder etwas aufbauen“, meinte er mit Blick auf das 200-Jährige, dass bei der Welzer Brauerei im Jahr 2028 ansteht. Alle 30 Bierstände verzeichneten gute Umsätze. Auch das kulinarische Angebot konnte sich sehen lassen. „Aber ich will im nächsten Jahr wieder einen Fischstand holen“, verriet Andreas Born. Der freute sich, wie auch viele männliche Besucher, über die neuen Steh-Urinale. „Mit Seifenspender und Glashalter, dies habe ich ja noch nirgendwo gesehen“, meinte zum Beispiel Rüdiger aus Jülich. Der die hiesige Börse sozusagen als „Einstieg“ ins Münchener Oktoberfest sieht, wo es ihn mit Freunden nun wieder hinzieht.

Oktoberfest-Stimmung herrschte nicht nur an den Bierständen der drei Münchener Brauereien, die auf dem Schlossplatz vertreten waren. Dass der Spatenstand kleiner ausfiel als angekündigt, hatte organisatorische Gründe. Sollte der Gerstensaft eigentlich in einem zweistöckigen und begehbaren Pavillon fließen, musste der Aufbau wegen fehlender Manpower krankheitsbedingt ausfallen.

Was nicht auf die Platzsäuberung zutraf. Hatte der Veranstalter schon zusätzlich 62 (!) Mülltonnen aufgestellt, reichten diese anscheinend nicht für die Besucher, die es sich auf den vielen Bänken und Sitzplätzen auf der Kölnstraße bequem machten. „Da kam schon einiges an Müll zusammen“, wunderte sich Born.

Dem kamen ansonsten aber keine Beschwerden zu Ohren. „Auch wir haben nichts vernommen, wir haben gehört, dass es eine sehr gute Veranstaltung gewesen ist“, berichtete Ordnungsamtschef Hans Pinell. Auch die täglich vor Ort anwesende Johaniter-Unfallhilfe hatte es nur mit drei kleineren Bagatell-Versorgungen zu tun, bei der Polizei gab es ein einzige Kontrolle auf der Kölnstraße, die aber nichts mit der Bierbörse zu tun hatte. Dass es aber nicht nur Oktoberfest-Stimmung gab, davon berichteten Besucher, die sich am Stand von San Miguel beköstigen ließen. „Dies ist ja hier wie auf Mallorca“, herrschte die Meinung vor. Fazit: Der 6. September 2019 kann kommen.

(hfs.)
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